Der Ölpreis zog sich am Donnerstag in Asien zurück, hielt sich aber in der Nähe des Dreimonatshochs. Gestern ergab der wöchentliche Lagerbericht der US-Energiebehörde (EIA), dass die Rohöllagerbestände in den USA gesunken sind.
Der Preis für die US-Ölsorte WTI fiel bis 1:30 Uhr ET (05:30 Uhr GMT) um 0,1% auf 60,80 Dollar je Barrel, während die Nordseesorte Brent ebenfalls um 0,1% auf 66,14 Dollar je Barrel sank.
In der Woche bis zum 13. Dezember sanken die US-Ölreserven um 1,085 Millionen Barrel, wie die Energy Information Administration(EIA) am Mittwoch in Washington mitteilte. Von befragte Ölmarktbeobachter hatten mit 1,3 Millionen Barrel gerechnet.
"Die Raffinerien produzieren wieder Produkte mit vollem Schub, und das verursacht einen stetigen Aufbau von Benzin und Destillaten, die in dieser Jahreszeit nicht zwingend eine große Nachfrage verspüren", sagte der Analyst Barani Krishnan.
"Der stetige Raffinationsdurchsatz von mehr als 90 Prozent der Kapazität und und die konstanten Rohimporte von mehr als 6,5 Millionen Barrel erhalten die Überproduktion an Kraftstoff", fügte Krishan hinzu.
"Die Raffinerien produzieren wieder mit voller Kraft, was zu stetigen Anhäufungen von Benzin und Destillaten führt, die zu dieser Jahreszeit nicht unbedingt eine unkontrollierte Nachfrage haben", sagte der Analyst Barani Krishnan.
Seit gut drei Wochen befinden sich die Ölpreise im Aufwind. Grund dafür sind die jüngst beschlossenen tieferen Produktionskürzungen der großen Ölproduzenten sowie das Teilhandelsabkommen zwischen den USA und China.
Die Meldung, dass das US-Repräsentantenhaus die Amtsenthebung gegen Präsident Donald Trump eingeleitet hat, sorgte für keinerlei Preisbewegung am Ölmarkt. Trump ist erst der dritte Präsident, der in der Geschichte der USA angeklagt wird. Allerdings gilt eine Amtsenthebung als nahezu ausgeschlossen, da Trump die Mehrheit im Senat besitzt.

