Investing.com - Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen und blieben in der Nähe ihrer höchsten Niveaus in dreieinhalb Jahren, als die Investoren sich über die künftigen Lieferungen aus Venezuela und dem Iran sorgten.
Um 09:40 MEZ waren WTI-Futures im New Yorker Handel um 35 US-Cent oder rund 0,5% teurer und wurden zu 72,70 USD das Fass gehandelt, einem Niveau auf dem sie zuletzt im November 2014 gelegen hatten.
Auch Futures auf Brent verteuerten sich um 53 US-Cent oder etwa 0,7% auf 79,75 USD das Fass, womit der Benchmark für außerhalb der Vereinigten Staaten gehandeltes Öl in der Nähe seines jüngsten Hochs von 80,50 USD lag, auf das er letzte Woche geklettert war.
Die Ölpreise hatten am Montag eine Rallye hingelegt, auf Sorgen hin, dass die Vereinigten Staaten neue Sanktionen gegen Venezuela auflegen werden, nachdem Präsident Nicolas Maduro am Wochenende eine zweite Amtszeit gewonnen hatte, in einer Wahl, die von Kritikern als eine Farce bezeichnet wurden, welche seine autoritäre Herrschaft in dem krisengeschüttelten Ölexporteur zementieren werde.
Venezuelas Ölförderung ist in zwei Jahren um ein Drittel gesunken und hat nun ihr niedrigstes Niveau in Jahrzehnten erreicht.
Sorgen, dass die anlaufenden US-Sanktionen gegen den Iran die Exporte des Landes beschränken werden, haben die Preise zusätzlich gestützt.
Das Weiße Haus hat am Montag neue Forderungen gegenüber dem Iran aufgestellt, welche es zur Bedingung jeglichen neuen Deals mit den USA machen, dass der Iran die Anreicherung von Uran stoppt und seine Unterstützung für militante Gruppen im Nahen Osten zurückzieht.
Das Land ist ein großer Ölexporteur im Nahen Osten und ein Mitglied der Organisation Erdölexportierender Länder (Opec).
Die Ölhändler haben nun neue Daten zu den kommerziellen Rohölvorräten in den USA im Auge, um die Nachfrage im größten Verbraucherland der Welt einschätzen zu können.
Der Branchenverband American Petroleum Institute wird heute um 22:30 MEZ seinen wöchentlichen Report herausgeben. Amtliche Daten von der US-Energieinformationsagentur kommen dann am Mittwoch, für die mit einem Rückgang der Ölvorräte um 2,8 Millionen Fass gerechnet wird.
