Und wieder ist es China, das den Ölpreis in den Keller schickt und das, obwohl sich Washington und Peking einem partiellen Handelsdeal nähern.
West Texas Intermediate, die US-amerikanische Benchmark, und Londons Brent, das globale Barometer für Öl, sanken beide um mehr als 1 Prozent am Montag, nachdem die aktuellsten Daten aus China die Sorge vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums erhöhte.
Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass man beim Teilabkommen mit China vor dem Zeitplan liege, boten etwas Unterstützung.
Der Preis für die US-Sorte WTI verbilligte sich um 85 US-Cents oder 1,5 Prozent auf 55,81 Dollar je Barrel.
Für ein Fass der Nordseesorte Brent ging es um 49 US-Cents oder 0,8 Prozent auf 61,19 Dollar je Barrel nach unten.
US-Rohöl schloss letzte Woche mit einem Preisaufschlag von 5,4 Prozent und erreichte mit 56,66 Dollar je Barrel ein neues Dreiwochenhoch. Brent gewann auf wöchentlicher Basis 4,4 Prozent, mit dem höchsten Stand seit 3 Wochen bei 62,02 Dollar je Barrel.
"Kurzfristige Nachfragesorgen und ein saisonaler Lageraufbau werden auch weiterhin einen Deckel für bullische Ambitionen darstellen", sagte TD Securities in einer Notiz.
Die Gewinne chinesischer Industrieunternehmen sanken im September den zweiten Monat in Folge, da die Produzentenpreise ihre Talfahrt fortgesetzt haben, was die Auswirkungen einer sich abschwächenden Konjunktur und des anhaltenden US-Handelskrieges auf die Unternehmensbilanzen deutlich machte.
Das russische Energieministerium erklärte indes, dass die OPEC und ihre Verbündeten - die OPEC+ - die Verlangsamung des Ölproduktionswachstums in den USA berücksichtigen werden, wenn sie sich im Dezember treffen, um ihre Fördervereinbarung zu besprechen. Aber auch der stellvertretende russische Energieminister Pavel Sorokin sagte, es sei verfrüht, über tiefere Produktionskürzungen zu sprechen.

