Die Ölpreise sind am Montag gefallen, da die Marktteilnehmer potenzielle Versorungsengpässe irgnorierten und das, obwohl die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter zunehmen.
Die an der New York Mercantile Exchange gehandelte US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September sank um 37 Cents auf 67,89 Dollar je Barrel, während die Nordseesorte Brent um 0,03 Prozent auf 73,10 Dollar je Barrel stieg.
Die Furcht vor einem Versorungsengpass am Ölmarkt kehrte am Montag zurück, wenn auch nur kurz, nachdem US-Präsident Donald Trump dem iranischen Machtinhaber Hasan Rouhani in die Schranken gewießen hatte. "Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten“, schrieb Trump in der Nacht zum Montag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.
"Wir sind nicht länger ein Land, das Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird. Seien Sie vorsichtig!", schrieb Trump weiter.
Trump hatte im Mai gesagt, die USA würden das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen, um so wieder Sanktionen gegen das Land zu verhängen, welche die Energiewirtschaft des islamischen Landes behindern würde.
Zugleich hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, die Ölexporte am persischen Golf zu blockieren.
Einige Ölmarktbeobachter sehen aber auch den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und China als Grund für die Verluste am Ölmarkt. Schließlich hatte der US-Finanzminister am Wochenende auf dem G20-Gipfel der Finanzminister gesagt:
"Es ist definitiv eine realistische Möglichkeit," sagte Mnuchin auf die Frage, wie ernst es Trump sei mit den Zöllen gegen China im Umfang von 500 Milliarden Dollar.
Trump hatte am Freitag damit gedroht, Zölle auf chinesische Importe im Volumen von 500 Milliarden Dollar zu erheben, es sei denn Peking stehle nicht länger Technologie von US-Unternehmen und die Einfuhrzölle und Handelsbarrieren werden abgebaut.
