Die Ölpreise sanken am Mittwoch in Asien aufgrund von Nachfragesorgen, da der Optimismus rund um die US-China Handelsgespräche nachließ.
Der Preis für die US-Sorte WTI verlor bis 12:50 AM ET (04:50 GMT) 0,6% auf 56,95 $. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent wurden 0,7% weniger fällig als noch am Vortag.
Der Rückgang der Ölpreise beschleunigte sich, nachdem US-Präsident Donald Trump in seiner Rede vor der UN-Versammlung in New York einen aggressiven Ton gegen China angeschlagen hatte.
"China hat es nicht nur abgelehnt, versprochene Reformen anzunehmen, sondern es wird auch ein Wirtschaftsmodell verfolgt, das von massiven Marktbarrieren, hohen staatlichen Subventionen, Währungsmanipulationen, Produktdumping, Technologietransfer und dem Diebstahl geistigen Eigentums sowie von Geschäftsgeheimnissen im großen Stil abhängt", sagte der Präsident.
Trump betonte auch, dass er einen "schlechten Deal" in den Handelsverhandlungen zwischen den USA und China nicht akzeptieren werde.
Im Oktober sollen hochrangige Gespräche zwischen Washington und Peking zu einer Lösung des Handelskonflikts führen.
China ist der weltweit größte Ölimporteur und zweitgrößter Rohölkonsument, während die USA der größte Verbraucher sind.
Der iranische Präsident Hassan Rouhani sagte, er sei bereit, "kleine Änderungen, Ergänzungen oder Modifizierungen des (Atom-)Deals zu diskutieren, wenn Sanktionen aufgehoben würden".
Rouhani bezog sich auf den Atompakt 2016, den Teheran mit den USA und anderen ausländischen Mächten vereinbart hatte. Trump hat dieses Abkommen im vergangenen Jahr aufgekündigt, indem er die Initiative seines Vorgängers Barack Obama als "das schlechteste Geschäft aller Zeiten" bezeichnete und Sanktionen gegen Teheran verhängte.
Trump, der gestern vor der Versammlung sprach, sagte, "keine verantwortungsbewusste Regierung sollte die Blutgier des Iran subventionieren" und dabei bezog er sich auf die ständigen "Death To America"-Gesänge der Islamischen Republik.
"Solange das bedrohliche Verhalten des Iran anhält, werden die Sanktionen nicht aufgehoben", sagte der Präsident, der im vergangenen November ein US-Ölembargo gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt hat, nachdem er Anfang des Jahres aus dem 2016 Atompakt ausstieg. "Sie werden bestraft."
Belastet hatten die Ölpreise auch der zweite Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA in Folge. Das teilte das API gestern Abend mit.

