Von Alex Ho
Die Ölpreise sind am Donnerstag in Asien nach gestiegenen Rohöllagerbestände spürbar gefallen.
Der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel bis 7:30 Uhr um 1,1% auf 52,78 Dollar je Barrel, während sich die Nordseesorte Brent ebenfalls um 1,1% auf 58,27 Dollar verbilligte.
Die Rohölbestände der USA sind in der vergangenen Woche unerwartet stark gestiegen. Die Reserven legten laut der US-Energiebehörde EIA um 3,5 Millionen Barrel zu. Von befragte Ölmarktbeobachter hatten hingegen mit einem Anstieg um 482.000 Barrel gerechnet.
Zudem stiegen die Benzinvorräte um 1,2 Millionen Barrel. Erwartet wurden 1,3 Millionen Barrel. Die Bestände der Destillate gingen indes um 1,3 Millionen Barrel zurück. Hier wurde mit einem Lagerabbau von 1,1 Millionen Barrel gerechnet.
Für Preisdruck sorgte außerdem die Sorge vor dem tödlichen Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Ölnachfrage. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 170 Tote, wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte. Zugleich haben mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge in größere chinesische Städte gestrichen.
Der Krisenausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird am Donnerstag erneut zusammenkommen, um zu prüfen, ob die rasche Ausbreitung des Virus nun als globaler Notfall bezeichnet werden sollte.

