Die Ölpreise sind am Mittwoch in Asien gefallen, als Saudi-Arabien sagte, es werde “alles in seiner Macht stehende tun”, um weiteren Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zu verhindern.
Die US-Rohölfutures (WTI) lagen gegen 06:51 MEZ um 0,9% tiefer auf 62,58 USD und auch der internationale Benchmark Brent fiel um 0,6% auf 71,72 USD.
Saudi-Arabien "wird alles in seiner Macht stehende tun, um einen Krieg zu verhindern und seine Hand ist immer ausgestreckt, um Frieden zu schließen," stand in einer Verlautbarung des Kabinetts und auch, dass die Regierung engagiert ist "eine Balance am Ölmarkt zu erreichen und für seine Stabilität auf nachhaltiger Basis zu arbeiten".
Der amerikanisch-chinesische Handelskrieg wurde ebenfalls als Belastung für den Ölmarkt angesehen.
Zuvor am Dienstag hatte die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Kooperation ihre Schätzung für das globale Wirtschaftswachstum in 2019 auf 3,2% gesenkt, von 3,3% zuvor und gewarnt, dass der Handelsstreit zwischen Peking und Washington die hauptsächliche Bedrohung für den Wachstumsausblick darstellt.
Öl hat sich in diesem Monat zwischen Gewinnen und Verlusten hin und her bewegt, als widersprüchliche Signale von Mitgliedern der Organisation Erdölexportierender Länder und ihren Verbündeten kamen.
Khalid Al-Falih, der saudische Energieminister, hatte am Wochenende angedeutet, dass das Königreich weiter die Produktion bis zum Jahresende hin beschränken und dabei über die von der OPEC+ vereinbarten Absenkungen hinausgehen werde.
Auf der anderen Seite sagte der russische Energieminister Alexander Novak der Nachrichtenagentur Bloomberg in einem Interview, dass die OPEC+ ihr gegenwärtiges Produktionsabkommen vielleicht "anpassen" sollte, wenn sie sich im kommenden Monat trifft. Diese Äußerungen wurden als schlecht für die Preise angesehen.
Eine Option auf dem Tisch ist die "Abschaffung der Übererfüllung" der gegenwärtigen Reduktionsquoten, meinte Novak, ein Schritt, der in der Konsequenz die Produktionssenkungen in der zweiten Jahreshälfte vermindern würde.
Unterdessen hat das American Petroleum Institute berichtet, dass die US-Rohöllager in der letzten Woche um 2,4 Mio Fass voller geworden sind, während Analysten mit einem Rückgang um 599.000 Fass gerechnet hatten.
Amtliche Zahlen zu den Ölvorräten wird die US-Energieinformationsagentur noch heute am Mittwoch veröffentlichen.
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