Von Alex Ho
Nach den gestrigen Verlusten haben sich die Ölpreise am Freitag in Asien wieder erholt und das, obwohl die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die US-Wirtschaft immer deutlichere Spuren hinterlässt.
Der Preis für die US-Ölsorte WTI stieg bis 5:39 Uhr um 1,7% auf 22,98 Dollar. Gestern war sie um mehr als 7% gefallen. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,9%, nach -8% gestern.
Beide Ölsorten sind in dieser Woche bisher um etwa 60% abgestürzt.
Das Arbeitsministerium teilte mit, dass die Zahl der Amerikaner, die erstmalig einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, in der vergangenen Woche auf einen Rekord von mehr als 3 Millionen angestiegen auf 3,28 Millionen sei.
Schon vor der Veröffentlichung der Daten zu den Arbeitslosenansprüchen standen die Ölpreise bereits unter Druck, da weitere Länder einen Lockdown angeordnet haben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Indien, das zweitbevölkerungsreichste Land und der drittgrößte Ölverbraucher der Welt, begann am Mittwoch mit einer 21-tägigen Abschottung.
Unabhängig davon hat der US-Senat zwar Anfang der Woche ein Hilfspaket in Höhe von 2 Billionen Dollar beschlossen, aber die schlechte Nachricht für den Ölmarkt ist, dass der Gesetzentwurf die 3 Milliarden Dollar, die für die Auffüllung der strategischen Ölreserve der USA vorgesehen waren, gestrichen hat.
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