Ölpreise - Der Ausblick für die Woche vom 16. bis 20. Juli

Ölpreise - Der Ausblick für die Woche vom 16. bis 20. Juli

Jul 15, 2018

Die globale Angebotslage wird auch in der kommenden Woche das Geschehen am Ölmarkt bestimmen, nachdem die Preise in der letzten Woche schwere Verluste verzeichnet hatte, angesichts von nachlassenden Wetten auf eine globale Angebotsverknappung.

Die Ölpreise hatten Ende Juni, Anfang Juli in der Nähe von 80 USD, ihren höchsten Schlusskursen seit dreieinhalb Jahren gelegen, als Lieferunterbrechungen aus Libyen und Ängste, dass die Vereinigten Staaten alle Käufer von iranischem Öl darauf drängen wird, vom November an ihre Importe auf null zu verringern, wenn die US-Sanktionen gegen Teheran wieder in Kraft treten.

Aber die Preise sind seither erheblich schwächer geworden, da Opec-Mitglied Libyen seine Häfen im Osten des Landes wieder geöffnet hat und US-Außenminister Mike Pompeo meinte, Washington erwäge einigen der Käufer iranischen Öls Befreiungen zu gewähren.

Die Wiederaufnahme der Exporte aus Libyen könnte bis zu 850.000 Fass am Tag wieder in die internationalen Ölmärkte fließen lassen.

Die wachsende Förderung in den Opec-Staaten lastete zusätzlich auf der Stimmung, als das Ölkartell letzte Woche enthüllte, dass seinen Mitglieder im letzten Monat die Produktion erhöht haben, angeführt von Saudi-Arabien, wo die Fördermenge auf Niveaus gestiegen ist, wie man sie seit dem Abkommen zur Produktionseinschränkung in 2016 nicht mehr gesehen hat, was die Sorgen vertrieb, dass es zu einer Knappheit an Öl kommen werde.

Der größte Ölexporteur der Welt und der größte Produzent in der Opec hatte im letzten Monat versprochen, die Förderung zu erhöhen, um die Ausfälle in Libyen, Venezuela und dem Iran auszugleichen.

Aber die Internationale Energieagentur IEA warnte, dass der Welt die Reservekapazitäten ausgingen und daher jegliche neue Störung die Ölpreise weiter steigen lassen würde. Die Pariser Organisation sagte aber auch, dass die Nachfrage nach Rohöl in der zweiten Jahreshälfte schwächer als bislang erwartet ausfallen werde.

Der Augustkontrakt auf Rohöl der Sorte US West Texas Intermediate ging an der New York Mercantile Exchange am Freitag zu 71,01 USD das Fass aus dem Handel. Der Benchmark für den US-Markt war am Donnerstag auf bis zu 69,23 USD das Fass gesunken, einem Niveau, auf dem er seit dem 25. Juni nicht mehr gelegen hatte.

Über die Woche verlor er 4,4% und damit in der zweiten Woche in Folge nachgegeben.

Des weiteren beendete der Septemberkontrakt auf Brent, dem Benchmark für den globalen Ölmarkt, die Woche an der ICE Futures Europe Börse zu 75,33 USD das Fass.

Brent erlitt einen Wochenverlust von rund 2,9%.

Vor Beginn der kommenden Woche hat eine Liste der wichtigsten Ereignisse zusammengestellt, die die Ölmärkte beeinflussen könnten.

Dienstag, der 17. Juli

Das American Petroleum Institute veröffentlicht seinen wöchentlichen Report zu den Ölvorräten.

Mittwoch, der 18. Juli

Die US-Energieinformationsbehörde veröffentlicht ihren allwöchentlichen Bericht zu den Lagerbeständen an Öl und Benzin.

Freitag, der 20. Juli

Baker Hughes gibt seine wöchentlichen Daten zu den sich in Betrieb befindlichen Bohrplattformen in den USA heraus. Deren Anzahl blieb letzte Woche stabil auf 863. Die Wachstumsrate hat sich im vergangenen Monat mit dem Rückgang der Ölpreise von ihrem Hoch Ende Mai bis Ende Juni verlangsamt.


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