Von Gina Lee
Der Ölpreis ist am Freitag in Asien aufgrund der Unklarheit über eine mögliche Verlängerung der OPEC+-Förderkürzungen über Juni hinaus leicht gefallen.
Das an der ICE gehandelte Barrel der Sorte Brent-Öl zur Juli-Lieferung (CBN20) fiel im frühen Handel bei 4:53 Uhr um 0,50 Prozent auf 39,76 Dollar. Für das an der Warenterminbörse NYMEX in New York gehandelte Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI Öl) mit einer Laufzeit bis Juli (CLN20) geht es um 0,80 Prozent nach unten auf 37,11 Dollar.
Beide Referenzkontrakte scheinen die Woche jedoch die sechste Handelswoche in Folge im Plus zu beenden. Grund ist der gestiegene Optimismus hinsichtlich der globalen wirtschaftlichen Erholung von COVID-19.
Nichtsdestoweniger zeigten sich die Ölmarktbeobachter enttäuscht darüber, dass die OPEC+ ihr Treffen doch nicht auf den Donnerstag vorverlegte.
Die Organisation hadert mit dem Vorwurf, dass sich einige ihrer Mitglieder nicht an die im April vereinbarten Produktionskürzungen gehalten haben. Aber Russland und Saudi-Arabien, zwei der größten Ölproduzenten auf der Welt, unterstützen die Initiative zur Verlängerung der Produktionskürzungen. Die OPEC könnte immer noch eine ministerielle Videokonferenz am Samstag oder Sonntag abhalten, sollte sich die Einhaltungsquote verbessern, wie Reuters berichtete.
"Der Ölverbund kämpft darum, einen Konsens über die Verlängerung der tiefgreifenden Förderkürzungen zu finden... die wachsende Befürchtung ist, dass ein Abkommen zur Verlängerung der tieferen Reduzierungen nicht erreicht wird, sondern dass die Produzenten sogar ihre derzeitige Vereinbarung lockern könnten. Dies würde letztlich zu einem Anstieg der Produktion in den kommenden Wochen führen", warnte die ANZ in einer Notiz.
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