Ölpreis erholt - Ist der Coronavirus ein schwarzer Schwan für die Energiemärkte?

Ölpreis erholt - Ist der Coronavirus ein schwarzer Schwan für die Energiemärkte?

Feb 11, 2020

von Alex Ho

Die Ölpreise konnten sich am Dienstag in Asien von ihren niedrigsten Niveaus seit mehr als einem Jahr absetzen. Laut Analysten ist der jüngste Ausbruch des Coronavirus jedoch weiterhin eine schwere Belastung für die Märkte.

Die amerikanischen WTI-Rohölfutures wurden gegen 05:20 MEZ um 1,3% höher zu 50,20 USD gehandelt und auch der internationale Benchmark Brent verteuerte sich um 1,3% auf 53,98 USD.

Trotz der heutigen Zugewinne blieben die Ölmärkte unter Druck durch Sorgen über eine Abschwächung der Nachfrage aufgrund des Coronavirus.

In einer Kundenmitteilung schrieb Ned David Research, dass das Coronavirus in diesem Kalenderjahr ein „echter schwarzer Schwan“ für den Öl- und Energiemarkt ist.

Analyst Warren Pies stellte fest, dass der Ausbruch die chinesische Ölnachfrage um 2 bis 3 Millionen Fass pro Tag verringert hat, was bedeutet, dass „der Ölmarkt einem Jahr ohne Nachfragewachstum im Kalenderjahr entgegensieht und sogar ein regelrechter Rückgang des Verbrauchs möglich geworden ist."

Das Unternehmen hatte seinen Ausblick für Öl schon Ende Januar herabgestuft und warnte davor, dass weitere Preiskorrekturen nach unten vor uns liegen könnten.

Die Zahl der Todesfälle durch Coronaviren in China stieg nach Angaben der chinesischen Gesundheitskommission auf 1.016 und die Zahl der bestätigten Fälle auf über 42.600.

Letzte Woche verzeichneten die Ölmärkte eine fünfte Verlustwoche in Folge. Die beiden Ölsorten erlitten damit einen Gesamtverlust von jeweils mehr als 22%, womit sie in einem Bärenmarkt angelangt sind.

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