von Bryan Wong
Die Ölpreise fielen am Montagmorgen in Asien weiter und setzten ihren Rückgang der letzten Woche fort. Die Sorgen der Investoren nahmen zu, nachdem die Johns Hopkins Universität berichtet hatte, dass am 29. Juni die Gesamtzahl der Infektionen die zehn Millionengrenze überschritten und die Pandemie mehr als eine halbe Million Menschen das Leben gekostet hat.
Futures auf den internationalen Benchmark Brent wurden um 06:59 MEZ um 1,86% tiefer zu 40,17 USD gehandelt und auch die Futures auf die US-Leitsorte WTI sind um 2,10% auf 37,69 USD abgerutscht.
Die USA verzeichnen einen starken Anstieg der Fallzahlen, wobei einige Staaten ein Allzeithoch erreichen. Nur zwei Bundesstaaten - Connecticut und Rhode Island - meldeten einen Rückgang der Neuerkrankungen im Vergleich zur letzten Woche.
In Asien gab es ebenfalls in Ländern wie Indonesien, den Philippinen und Indien einen dramatischen Anstieg der Infektionen, wobei Indien am zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Neuerkrankungen über einen Zeitraum von 24 Stunden verzeichnete. Zum 29. Juni meldete das Land 9.906 neue Fälle.
Unterdessen diskutieren Chinas staatliche Ölraffinerien wie die China Petroleum & Chemical Corporation, PetroChina, Cnooc (HK:0883) und die Sinochem Group derzeit über die Bildung eines Rohöl-Einkaufskartells, um ihre Verhandlungsmacht zu erhöhen und Bieterkriege zu vermeiden. Obwohl die Diskussionen noch privat sind und andauern, soll der Vorschlag bereits die Unterstützung der chinesischen Zentralregierung und der zuständigen Branchenkontrolleure gewonnen haben.
Sollte der Verbund zustande kommen, wäre er nur die jüngste gemeinsame Beschaffungsinitiative im chinesischen Rohstoffsektor seit 2003 und könnte Chinas Einfluss auf den Ölmarkt drastisch erhöhen.
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