Ölpreis aktuell: Hoffnung auf Nachfrageerholung und Einhaltung der Produktionslimits kurbelt WTI und Brent an

Ölpreis aktuell: Hoffnung auf Nachfrageerholung und Einhaltung der Produktionslimits kurbelt WTI und Brent an

Jun 19, 2020

Von Gina Lee

Der Ölpreis hat am Freitagmorgen mit der asiatischen Sitzung zugelegt und baut damit seine Wochengewinne weiter aus.

Das an der ICE gehandelte Barrel der Sorte Brent-Öl zur Juli-Lieferung (CBN20) steigt im frühen Handel bis 5:11 Uhr um 0,51 Prozent auf 41,72 Dollar. Für das an der Warenterminbörse NYMEX in New York gehandelte Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI-Öl) mit einer Laufzeit bis Juli (CLN20) geht es um 0,72 Prozent nach oben auf 39,12 Dollar.

Die Ölpreise werden weiterhin durch das Ergebnis des am Donnerstag abgehaltenen OPEC+ Panels angekurbelt. Der Gemeinsame Technische Ausschuss überwacht die Einhaltung der von den OPEC+-Mitgliedern im April zugesagten Kürzungen der Produktion. Der Irak und Kasachstan sind die beiden Länder, die bei der Erfüllung der Quoten hinterherhinken.

Die Ölhändler Vitol und Trafigura haben am Donnerstag die Stimmung der Investoren weiter gestärkt, nachdem sie sich zu einer Erholung der Nachfrage im Juni geäußert hatten.

Vitol Chefvolkswirt Giovanni Serio sagte der Presse: "Unser kurzfristiges Tracking der Nachfrage bestätigt eine gesunde Erholung der Nachfrage von den Tiefstständen im April... China führte die Erholung im April und Mai an, und in den letzten Wochen folgten die USA und die europäischen Länder".

In der Zwischenzeit fügte Ben Luckock, Co-Leiter des Ölhandels bei Trafigura, hinzu: "Die Ölnachfrage kehrt zurück ... weltweit sind wir wahrscheinlich wieder bei 90% des normalen Niveaus angelangt, aber der genaue Prozentsatz variiert je nach Standort. Die chinesische Ölnachfrage sei wieder auf dem Niveau vor dem Coronavirus".

Andere Investoren waren allerdings skeptisch, ob das schwarze Gold einen großen Schub nach oben erfährt.

Der Chefstratege von CMC Markets, Michael McCarthy, sagte gegenüber Reuters, dass die Handelsvolumina am Freitag gering seien. Im WTI-Kontrakt gebe es starken Widerstand zwischen 40 und 41 Dollar. Analysten gehen davon aus, dass dieser Bereich darüber entscheidet, ob die US-Produzenten ihre Aktivitäten wieder aufnehmen können.

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