von Robert Zach
Russlands Energieminister Alexander Novak glaubt, dass die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2020 um 8 Millionen Barrel pro Tag sinken könne. Das entspräche 8 Prozent des gesamten Ölmarktes. "Die bestehenden Lagerkapazitäten werden in vier bis fünf Wochen ausgeschöpft sein", warnte der Ölminister und erklärte, dass "das derzeitige Überangebot an Öl auf 15 bis 20 Millionen Barrel pro Tag geschätzt wird", berichtete Breaking the News.
Bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und anderen Regierungsmitgliedern stellte Novak fest, dass die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie zu einem "starken Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität" und in der Folge zu einem Einbruch der weltweiten Ölnachfrage geführt habe, und fügte hinzu, dass eine "dringende" Reduktion des Angebots notwendig sei.
Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass die weltweite Ölnachfrage aufgrund der Reiserestriktionen im Zuge des Coronavirus-Ausbruchs im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen werde, teilte die in Paris ansässige Energieagentur am Mittwochmorgen mit.
Russland habe einer zweijährigen Produktionseinschränkung bei den Verhandlungen mit der OPEC zugestimmt, sagte Novak und dankte Putin für seine "persönliche Mitarbeit bei den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien".
US-Energieminister Dan Brouillette sagte am Mittwoch gegenüber CNBC mit Blick auf den Ölpreis, dass man sich in der Nähe eines Bodens befinde.
Der Ölpreis WTI verliert zur Stunde 0,65 Prozent und kostete somit unmittelbar vor Bekanntgabe der US-Lagerdaten 19,98 Dollar je Barrel. Für die Sorte Brent ging es um knapp 6 Prozent nach unten.
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