Die Ölpreise haben sich von ihren Sitzungstiefs am Donnerstag dynamisch gelöst, als Irans Außenminister mit einem Tweet die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erneut anheizte. Zudem bleibt die Furcht vor einem Lieferengpass in Saudi-Arabien erhöht.
- Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um mehr als 2 Prozent auf 59,20 Dollar je Barrel. Für ein Fass der Nordseesorte Brent ging es um 2,2 Prozent nach oben auf 65,02 Dollar je Barrel.
- Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif hat die Anschuldigungen zurückgewiesen, wonach die Angriffe auf saudische Ölfelder "ein kriegerischer Akt" seien. Vielmehr könnten die Saudis darauf abzielen, US-Präsident Donald Trump in einen Krieg gegen Teheran zu verwickeln.
- "Ein Kriegerischer Akt" oder Aufforderung zum Krieg? Überreste des #B_Teams (+ehrgeizige Verbündete) versuchen, @realdonaldtrump in den Krieg zu treiben. Um ihrer selbst Willen sollten sie beten, dass es nicht dazu kommt. Sie zahlen immer noch für den viel kleineren #Jemen-Krieg, sie waren zu arrogant, um diesen vor 4 Jahren zu stoppen", schrieb Zarif.
- Die Ölpreise wurden auch durch Berichte unterstützt, wonach Saudi-Arabien den Irak um 20 Millionen Barrel Rohöl zur Versorgung heimischer Raffinerien bat, was Zweifel daran aufkommen ließ, ob das Königreich nach den Anschlägen am Wochenende auf wichtige Öl-Anlagen in diesem Monat wieder zur vollen Produktion zurückkehren kann.

