Die Ölpreise haben am Freitag ihre anfänglichen Gewinne abgebaut, nachdem die Opec in ihrem Jahresausblick verhaltene Prognosen herausgegeben hatte. Für das kommende Jahr prognostiziert das Ölkartell einen Überschuss am Ölmarkt.
Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate stieg bis 7:55 AM ET (11:55 GMT) um 33 US-Cent oder 0,6% auf 54,80 $ je Barrel. Das Tageshoch markierte er bei 55,66 $.
Die Nordseesorte Brent, das Maßstab für die Ölpreise außerhalb der USA, stieg um 44 US-Cent oder 0,8% auf 58,67 $.
In ihrem Monatsbericht hat die OPEC ihre Prognose für das Öl-Nachfragewachstum im Jahr 2019 um 40.000 Barrel gesenkt, was der weltweiten Konjunkturabschwächung zugeschrieben wird.
Das Ölkartell räumte zudem ein, dass es 2020 wahrscheinlich zu einem Angebotsüberschuss kommen wird, da die Konkurrenten die Produktion weiter vorantreiben. Die Prognosen für das Angebot außerhalb der Opec wurden indes heruntergeschraubt.
Im Juli hatten Opec und Opec+ die Produktionskürzung bis März 2020 verlängert, um einen Anstieg der Rohöllagerbestände zu verhindern.
Aus dieser Vereinbarung ergab sich jedoch lediglich eine kurzfristige Unterstützung für den Ölpreis und seit dem ist er um mehr als 7 % gefallen.
Saudi-Arabien hat kürzlich angekündigt, dass man den Preisverfall nicht tolerieren werde, was auf weitere Förderkürzungen hindeutet.
Die US -Schieferproduzenten haben die Lücke, welche sich aus der OPEC Produktionskürzung ergeben hat, ausgefüllt. Die Daten der Energy Information Administration zeigten am Mittwoch, dass die US Produktion in der vergangenen Woche bei 12,3 Mio. Barrel/Tag lag, was nur knapp unter dem Rekordhoch ist.
Vor der Veröffentlichung notierte Öl fast 2 % höher, nachdem China angedeutet hatte, dass man ein Programm zur Belebung des Konsums umsetzen werde. Auch Thailand kündigte ein Konjunkturpaket an.
Die Benzin-Futures sind bis 8:01 AM ET (12:01 GMT) um 0,7% auf $1,6477 pro Gallone gestiegen, während Heizöl um 0,1% auf $1,8116 pro Gallone zulegte.
Erdgas-Futures kletterten um 2,2% auf 2,183 $ pro Millionen britischer Wärmeeinheiten.
-- Reuters hat zu diesem Bericht beigetragen

