Nach drei Verlusttagen in Folge: Ölpreise steigen

Nach drei Verlusttagen in Folge: Ölpreise steigen

Sep 04, 2019

Nach drei Verlusttagen in Folge legten die Ölpreise am Mittwoch zu, aber die Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen des langwierigen Handelskrieges zwischen den USA und China hielten die Gewinne in Schach.

Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 79 US-Cents oder 1,5% auf 54,79 % je Barrel. Für die Nordseesorte Brent ging es um 77 US-Cents oder 1,3% nach oben auf 59,04 $ je Barrel.

Die Marktstimmung hat sich aufgehellt, nachdem der vom Wirtschaftsmagazin erhobene Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor aus China so schnell expandierte wie zuletzt vor drei Monaten.

China ist der zweitgrößte Ölverbraucher und der größte Importeur der Welt.

Aber US Präsident Donald Trump warnte am Dienstag, dass er gegenüber Peking im zweiten Halbjahr "härter" sein würde, wenn sich die Handelsgespräche hinziehen und dies löste Bedenken aus, dass der Handelsstreit in den USA eine Rezession auslösen könnte.

"Der Aufwärtstrend, der Anfang des Jahres zu sehen war, wird sich nicht wiederholen", sagte Stephen Brennock vom Ölmakler PVM. "Die Weltwirtschaft verlangsamt sich und nirgendwo ist dieser Rückgang der Wirtschaftstätigkeit offensichtlicher als im verarbeitenden Gewerbe."

Die am Dienstag veröffentlichten ISM-Daten zeigten, dass die Produktion im August zum ersten Mal seit drei Jahren rückläufig war, während die Aktivität in der Eurozone den siebten Monat in Folge schrumpfte.

Citi senkte seine Brent-Prognose für das dritte und vierte Quartal um etwa 10 $ pro Barrel auf 62 $ bzw. 64 $ und erwartet nun, dass die Nordseesorte bis Ende 2020 auf 53 $ sinken wird. Brent liegt rund 23% unter seinem Jahreshoch von April.

"Nächstes Jahr können der Rückgang des Nachfragewachstums, welches von niedrigeren (wirtschaftlichen) Wachstumserwartungen ausgeht und die Fortsetzung des Handelskrieges zwischen den USA und China die Ölnachfrage auf dem Markt verringern", schrieb Citi in einer Notiz.

Heute im Fokus stehen die wöchentlichen Rohöllagerbestände aus den USA, die vom American Petroleum Institute veröffentlicht werden. Die offiziellen US-Ölreserven stehen am Donnerstag auf der Agenda. Die Daten werden aufgrund des US-Feiertags einen Tag später als sonst veröffentlicht.

Es wird erwartet, dass die U.S. Rohöllagerbestände die dritte Woche in Folge zurückgegangen sind.

- Reuters hat zu diesem Bericht beigetragen

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