Jackson Hole: Fed-Chef Powell nimmt den Falken den Wind aus den Segeln

Jackson Hole: Fed-Chef Powell nimmt den Falken den Wind aus den Segeln

Aug 24, 2018

Der Fed-Chef Jerome Powell betonte auf seiner Rede auf der Notenbank-Konferenz in Jackson Hole, dass graduelle Zinserhöhungen angemessen seien. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen auf einen aggressiveren Zinserhöhungspfad der Fed, woraufhin der US-Dollar auf Tauchstation ging.

Powell sieht insgesamt zwei Risiken: zum einen könnten zu schnelle Zinserhöhungen die Expansion verkürzen und zum anderen könnten zu langsame Zinserhöhungen eine destabilisierende Überhitzung der US-Wirtschaft herbeiführen.

"Ich sehe den aktuellen Pfad der graduellen Zinserhöhungen als Ansatz des FOMC, dass beide Risiken ernst genommen werden", so der Fed-Chef.

Powell sagte außerdem, dass es keine Hinweise dafür gebe, dass die Inflation deutlich über das Ziel von 2 Prozent hinauszuschießen droht. Außerdem gebe es kein erhöhtes Risiko für eine Überhitzung der Wirtschaft."Wie das jüngste FOMC-Statement zeigt, werden bei anhaltendem starkem Einkommens- und Beschäftigungswachstum weitere graduelle Zinserhöhungen wahrscheinlich angemessen sein", so der Vorsitzende abschließend.

Die Anleger interpretierten die Powell-Rede eher dovish, da Powell eine aggressivere Gangart bei der geldpolitischen Straffung ausschloss.

Der US-Dollar-Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen vergleicht, baute seine Verluste aus und sank um 0,58 Prozent auf 95,00 Punkte.

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