Hongkong-Krise: Trump will Chinas Xi treffen

Hongkong-Krise: Trump will Chinas Xi treffen

Aug 15, 2019

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise in Hongkong schlug US-Präsident Donald Trump ein "persönliches Treffen" mit Chinas Staatsoberhaupt Xi vor.

"Ich kenne Chinas Präsidenten Xi sehr gut", schrieb Trump auf Twitter. "Er ist ein großer Anführer, der sehr viel Respekt vor seinem Volk hat. Er ist auch ein guter Mann in einem "harten Geschäft". Ich habe KEINERLEI Zweifel, dass Präsident Xi, wenn er das Problem Hongkong schnell und human lösen will, es schaffen kann. Persönliches Treffen?"

Seit Wochen wird Hongkong von einer Protestwelle erfasst. Angefangen hat alles mit einem umstrittenen Auslieferungsgesetz an Festlandchina, das aber mittlerweile auf Eis gelegt wurde. Das hält die Demonstranten aber nicht davon ab, weiter gegen den wachsenden Einfluss Pekings in Hongkong und für mehr Demokratie zu protestieren.

Peking seinerseits sagte, Hongkong sei mit seiner größten Krise seit der Übergabe an das Vereinigte Königreich im Jahr 1997 konfrontiert.

Experten fürchten nun ein Eingreifen der chinesischen Regierungstruppen, um die Massendemonstration in Hongkong zu zerschlagen.

Trump hatte am Dienstag erklärt, er habe Informationen von den US-Geheimdiensten, wonach China aktuell Truppen an die Grenze zu Hongkong platziert. Er hoffe, dass niemand verletzt oder getötet werde, sagte der US-Präsident.

"Alle sollten ruhig und sicher sein!", sagte er. Er sagte gegenüber Journalisten Anfang dieser Woche, dass die Situation in Hongkong "sehr schwierig" sei.

Unterdessen warnte Trump in einem anderen Tweet, dass China "human" auf die Krise in Hongkong reagieren sollte, wenn es ein Handelsabkommen machen will.

"Bei dem jüngsten Gespräch mit China wurden gute Dinge gesagt. Sie kompensieren die Zölle mit der Abwertung ihrer Währung und lassen Geld in ihr System fließen. Dem amerikanischen Verbraucher geht es gut mit oder ohne die Zölle ab September, aber viel Gutes steht uns durch die Zollverschiebung auf Dezember bevor. Sie hilft China eigentlich mehr als uns, wird aber auf Gegenleistung beruhen. In China gehen Millionen von Arbeitsplätzen an andere Länder ohne Zölle verloren. Tausende von Unternehmen verlassen das Land. Natürlich will China einen Deal machen. Zuerst sollen sie aber human mit Hongkong umgehen", so Trump.

Die US-Futures lösten sich im Anschluss an Trumps Aussagen von ihren Tiefs: der Dow-Future legte um 0,16 Prozent auf 25.494 Punkte zu, der S&P 500-Future um 0,23 Prozent auf 2.847 Punkte und der NASDAQ 100-Future um 0,19 Prozent auf 7.503 Punkte.

Der DAX-Future stieg um 67 Punkte oder 0,59 Prozent auf 11.470 Punkte.

Gestern waren die globalen Aktienmärkte massiv unter Druck geraten, als sich die Zinskurve der zwei- und zehnjährigen US-Anleiherenditen zum ersten Mal seit Dezember 2005 invertiert hatte. Das gilt als erste Warnung vor einer bevorstehenden US-Rezession. Gleichzeitig kollabierte die 30-jährige US-Rendite zum ersten Mal in ihrer Geschichte unter die 2-Prozent-Hürde.

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