Goldpreise unbewegt - USA und China führen Handelsgespräche

Goldpreise unbewegt - USA und China führen Handelsgespräche

Okt 10, 2019

Die Goldpreise kamen während der europäischen Sitzung kaum vom Fleck. Mit großer Spannung richten die Marktteilnehmer ihren Fokus auf die Handelsgespräche zwischen den USA und China, wo Hoffnung auf echte Fortschritte besteht.

Die Gold-Futures zur Lieferung im Dezember stiegen um 0,04 Prozent auf 1.513 Dollar je Feinunze.

Die US-Notenbank Fed sorgt sich um die marktbasierten Erwartungen an weitere Zinssenkungen, wie aus dem Protokoll ihrer September-Sitzung hervorgeht. Bislang hat die Federal Reserve in diesem Jahr im Juli und September ihre Zinsen um jeweils 25 Basispunkte gesenkt, um den rekordhohen Wachstumskurs zu erhalten. Per Oktober rechnen die Marktteilnehmer mit einem weiteren Zinsschritt um 0,25 Prozent.

"Es besteht die Möglichkeit einer Zinssenkung bei der nächsten geldpolitischen Entscheidung der Fed, da der Handelskrieg zwischen den USA und China, auch die US-Wirtschaft deutlich belastet", erklärte Eli Tesfaye, Senior Market Strategist für Rohstoffe bei RJO Futures in Chicago.

Unterdessen blicken die Marktteilnehmer mit großer Spannung auf die Ergebnisse der dreizehnten Verhandlungsrunde zwischen den USA und China. Vor dem Gesprächsbeginn halten sie sich jedoch mit größeren Engagements zurück.

Es gibt Berichte, wonach China offen für einen "Teil-Deal" mit den USA sei. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Zölle auf chinesische Waren nicht weiter angehoben werden. Peking soll im Gegenzug mehr Sojabohnen kaufen.

Reuters hatte gestern vor US-Börsenschluss gemeldet, dass die chinesischen Unterhändler nicht optimistisch sind, ein umfassendes Abkommen zu erreichen, welches den Handelskrieg zwischen den beiden Großmächten beilegen würde. Zudem bestehe das Risiko, dass die China-Delegation bereits am Donnerstag die US-Hauptstadt Washington verlässt.

Die USA setzten in dieser Woche mehrere chinesische Tech-Unternehmen auf eine schwarze Liste. Zudem erließ man Visa-Beschränkungen für einige chinesische Regierungsbeamte. Das alles erhöhte im Vorfeld der hochrangigen Gespräche die Spannungen zwischen den USA und China.

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