Goldpreise tiefer trotz amerikanisch-iranischer Spannungen

Goldpreise tiefer trotz amerikanisch-iranischer Spannungen

Apr 23, 2019

Der Preis des als krisensicher angesehen Edelmetalls konnte die anfänglichen Gewinne der Sitzung nicht halten, die auf Nachrichten vom Ende der Ausnahmen von den US-Sanktionen gegen den Iran gekommen waren.

US-Goldfutures wurden an der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange um 07:33 MEZ 0,2% billiger zu 1.275,45 USD die Feinunze gehandelt.

Das Weiße Haus hat entschieden, die Ausnahmegenehmigungen für alle Ölimporteure nicht zu verlängern, die es ihnen erlaubt hatten, iranisches Öl in begrenzten Mengen zu kaufen.

Die Ankündigung erhöhte die Risikoaversion und schickte den Preis des Edelmetalls anfänglich in die Höhe.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte, die Entscheidung zur Beendigung der Ausnahmegenehmigungen “eskaliert dramatisch unseren Druck in einer kalibrierten Weise, die unsere Ziele im Hinblick auf die nationale Sicherheit erfüllt, während die globalen Ölmärkte gut versorgt bleiben”.

Das Ziel der Trump-Administration ist in den Worten von Pompeo, den Iran zu zwingen, das internationale Abkommen neu auszuhandeln, mit dem das Nuklearwaffenprogramm des Landes gestoppt werden sollte. Auch soll es seine Tests ballistischer Raketen und seine Unterstützung für terroristische Gruppen einstellen.

Der Goldpreis stand schon letzte Woche unter Druck, als die Investoren dank der Rallye an der Wall Street, guten Konjunkturdaten aus China und dem verbesserten Konsumklima in Deutschland wieder risikofreudiger wurden.

Der US-Dollarindex, der die amerikanische Währung gegenüber einem Korb aus anderen Währungen abbildet, stand fast unverändert auf 97,007.

In den USA fielen die Verkaufszahlen existierender Wohnungen im März aufgrund eines begrenzten Angebots stärker als erwartet, zeigten in der Nacht hereingekommene Daten.

Im Ausblick dürften vor allem die am Freitag erscheinenden Daten zum US-Wirtschaftswachstum einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Auch gibt es in dieser Woche aus den USA Daten zum Wohnungsmarkt, den langlebigen Gütern und dem Konsumklima.

Handelsgespräche zwischen den USA und Japan blieben unterdessen im Fokus, als der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe in dieser Woche nach Washington fliegen wird, um US-Präsident Donald Trump zu treffen.

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