Gold ist am Montag leicht gestiegen und hat die kritische Hürde von 1.200 USD wieder genommen, angesichts neuer Ängste über einen eskalierenden Handelskrieg zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt.
Goldfutures lagen an der Comex um 15:00 MEZ 2,00 USD oder 0,2% höher auf 1.203,10 USD die Feinunze.
Unterdessen wurde das Edelmetall am Spotmarkt zu 1.200,08 USD die Feinunze gehandelt, 5,80 USD oder 0,5% höher.
Der Markt wird sich heute vor allem auf potentielle neue Entwicklungen im eskalierenden Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China konzentrieren.
US-Präsident Donald Trump wird womöglich schon am Montag neue Zölle gegen Importe aus China im Wert von etwa 200 Mrd USD ankündigen, sagte ein hochrangiger Vertreter der Administration der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Höhe des Zollsatzes wird wahrscheinlich bei 10% liegen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Sache befasste Quellen. Das liegt unter den 25%, die die Administration zunächst für diese Runde von Zöllen in Aussicht gestellt hatte:
Das WSJ berichtete später auch, dass China eine Beteiligung an für diesen Monat angesetzte Handelsgesprächen ablehnen könnte, sollte die Trump-Administration mit neuen Zöllen gegen chinesische Waren ernst machen, da es nicht unter Drohungen verhandele.
Die Chinesen erwägen auch weitere Vergeltungsmaßnahmen, so der Report.
Investoren haben trotz der Eskalation der internationalen Handelskonflikte einen Bogen um Geld gemacht, was suggeriert, dass das Edelmetall seinen Status als Fluchtburg in unsicheren Zeiten verlieren könnte.
Stattdessen haben sich die Marktteilnehmer dafür entschieden in den US-Dollar zu gehen, auf die Annahme hin, dass die Vereinigten Staaten durch den Disput weniger zu verlieren haben.
Im weiteren Edelmetallhandel legten die Silberfutures um 9,3 US-Cent oder etwa 0,6% auf 14,23 USD die Feinunze zu.
Unterdessen lag der Kurs von Platin 0,5% höher auf 802,40 USD, während Palladium sich um 0,3% auf 972,90 USD die Feinunze verteuerte.
Unterdessen sackte Kupfer für Dezember um 1,7 US-Cent oder 0,60% auf 2,630 USD das Pfund ab.
Kupferpreise sind wegen der Befürchtungen angeschlagen, dass ein Handelskrieg zwischen den USA und China die Konjunktur in China beschädigen könnte, womit die Nachfrage nach dem Metall in der Bauwirtschaft und dem produzierenden Gewerbe nachlassen würde.
China kommt für rund die Hälfte der globalen Nachfrage nach Kupfer und anderen Industriemetallen auf.
