Trotz der höheren Risikoaversion an den internationalen Finanzmärkten bleibt der Goldpreis im roten Bereich am Dienstag. Grund dafür ist ein etwas festerer US-Dollar als Reaktion auf steigende US-Anleiherenditen.
Der Februar-Terminkontrakt des Gold-Futures wurde zuletzt 0,05 Prozent im Minus bei 1.468,45 Dollar je Unze gehandelt.
Gestern testete der Goldpreis mit 1.454 Dollar die Tiefs vom 29. November, konnte sich dann aber dynamisch erholen und kletterte nach schwachen US-Industriedaten in Form des ISM-Index und Trumps neu entfachten Handelsunsicherheiten um gut 10 Dollar hoch. Mit einem Plus von 0,05 Prozent ging das gelbe Metall gestern aus dem Handel.
"Offensichtlich konzentriert sich der Goldmarkt auf das Auf und Ab der konjunkturellen Unsicherheit", sagte Peter Grant, VP und Marktanalyst bei Zaner Metals LLC und Tornado Precious Metals Solutions. "Eine Prognose, wonach die australische Goldproduktion in den drei Monaten bis zum 30. September um 5 Prozent auf 78 Tonnen zurückgegangen sein soll, bleibt weitgehend unbeachtet."
Im Wirtschaftskalender stehen heute keine relevanten Datenpunkte. In Europa werden die Erzeugerpreise veröffentlicht, während in den USA der ISM-Index New York auf der Agenda steht. Im Fokus bleiben die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, die jederzeit die Risikoneigung der Märkte in die ein oder andere Richtung beeinflussen können.

