Die Goldpreise sind am Montag in Asien gestiegen, trotz des Nachlassens der Spannungen zwischen den USA und China.
US-Gold-Futures standen um 07:25 MEZ um 0,2% höher auf 1.506,60 USD.
Der Goldpreis ist in diesem Jahr um rund 17% gestiegen, da die Anleger vor Währungsabwertungen, Rezessionsängsten, Brexit-Unsicherheit und anderen Krisen rund um China und den Iran in den sicheren Hafen flohen.
Der heutige Fall der Goldpreise kam trotz Anzeichen einer Lockerung der chinesisch-amerikanischen Spannungen zustande. US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag, dass die Gespräche zwischen China und den USA sehr gut verlaufen, da Peking einen Deal "sehr dringend" abschließen will.
Die beiden Nationen stehen kurz davor, "einige Abschnitte des (Handels-) Abkommens abzuschließen", meldete das Büro des US-Handelsbeauftragten und fügte hinzu, dass "die Diskussionen auf der Ebene der Stellvertreter dauernd weiterlaufen und die Delegationschefs in nächster Zeit ein weiteres Gespräch führen werden."
In der Zwischenzeit ist die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch fällig. Zwar wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank in diesem Jahr ihre dritte Leitzinssenkung durchführen wird, Analysten zufolge ist dies jedoch bereits weitgehend im Markt eingepreist und hätte daher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kurse.
Stattdessen würden Händler gerne herausfinden, ob die Zinssenkung in dieser Woche das Ende des Lockerungszyklus bedeutet oder ob weitere Reduktionen geplant sind.
Die Fed-Zinsentscheidung wird nur wenige Stunden nach dem Erscheinen der neuen US-BIP-Zahlen zum dritten Quartal hereinkommen, der den Erwartungen nach zeigen wird, dass die Wirtschaft in den drei Monaten bis September um 1,7% gewachsen ist und sich das Wachstum damit gegenüber der Rate von 2% im zweiten Quartal verlangsamt hat.

