Goldpreis steigt - China-Daten, Fed-Zinsentscheid, Handelsunsicherheit geben Auftrieb

Goldpreis steigt - China-Daten, Fed-Zinsentscheid, Handelsunsicherheit geben Auftrieb

Okt 31, 2019

Der Goldpreis hat am Donnerstag von seinem Status als sicherer Hafen profitiert, nachdem Chile am Mittwoch den Gipfel zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit des asiatisch-pazifischen Raums im November abgesagt hatte.

Am Markt wurde erwartet, dass es dabei zu einem Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping kommt, damit sie den Teil-Deal zwischen den beiden Ländern unterzeichnen. Einem Bericht von Fox News zufolge hat China den USA angeboten, das Teilabkommen in Macau zu unterzeichnen.

Chinas Kabinettsberater Zhu Guangyao erklärte auf einem Forum in Singapur, dass er immer noch optimistisch sei, dass im nächsten Monat ein Abkommen mit den USA zu Stande kommt. Das berichtete Reuters.

"Basierend auf den Prinzipien des gegenseitigen Vertrauens und des gegenseitigen Nutzens glaube ich, dass beide Länder große Erfolge erzielen können", sagte Zhu, der bis zu seiner Pensionierung 2018 als Vize-Finanzminister direkt an den bilateralen Handelsgesprächen beteiligt war.

Der Gold Futures zur Lieferung im Dezember verteuerte sich um 0,35 Prozent auf 1.502 Dollar je Feinunze.

Profitieren konnte das gelbe Metall auch von dem Versprechen der Federal Reserve, die Zinsen länger niedrig oder tiefer zu halten.

Der Fed-Chef Jay Powell sagte auf seiner Pressekonferenz nach der zinspolitischen Entscheidung des FOMC, dass die Notenbanker "den aktuellen geldpolitischen Kurs als angemessen erachten."

Die US-Notenbank Federal Reserve senkte ihren Leitzins erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent bis 1,75 Prozent. Zugleich bereitete die Fed den Boden, die Zinsen vorerst auf dem aktuellen Niveau zu belassen.

Die US-Notenbank strich den Satz, "angemessen zu handeln", um die Expansion zu unterstützen. In dem Statement heißt es nun, die Fed werde "die Auswirkungen hereinkommender Informationen auf die wirtschaftlichen Aussichten weiterhin überwachen", während man den angemessenen Zinspfad bewerte.

"Es scheint, als wolle die Fed jetzt zumindest für eine Weile an der Seitenlinie bleiben, um zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln", erklärte die Danske Bank (CSE:DANSKE) in einer Morgennotiz. "Die Messlatte für einen weiteren Zinsschritt im Dezember erscheint uns hoch."

Die Sorge vor einer Konjunkturabkühlung in China gab den Goldpreisen zusätzlich Aufwind. Alle drei Einkaufsmanagerindizes - Industrie, Dienstleistungen, Composite - waren schwächer als erwartet ausgefallen.

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