Der Goldpreis stieg am Donnerstagmorgen in Asien an, nachdem er am Dienstag ein 11-Tage-Tief erreicht hatte, da der US-Dollar niedriger gehandelt worden war.
Gold-Futures für die Lieferung im Dezember stiegen an der Comex-Division der New York Mercantile Exchange, um 0,31% auf $1.205 um 23:30 Uhr ET (15:30 Uhr GMT).
Der {{8827|U.S. dollar index}}, der den Dollarkurs gegen einen Korb anderer Währungen abbildet, fiel um 0,11% auf 94,97, da das britische Pfund und der Euro nach dem Durchbruch der Brexit-Gespräche an Wert zulegten. Der US-Dollar steht in der Regel in einem negativen Verhältnis zu den Goldpreisen: Fällt der US-Dollar, steigt die Nachfrage nach dem traditionellen Safe-Hafen-Asset Gold.
Carsten Menke, ein Analyst bei Julius Baer, sagte CNBC, dass der Goldpreis zwar immer noch nahe an einem 18-Monatstief von $1.159,96 pro Feinunze im vergangenen Monat liegt, der Preis aber wahrscheinlich nicht fallen wird.
"Das Gold zeigt Anzeichen einer Bodenbildung", sagte er.
Die Handelszölle zwischen den USA und anderen Ländern sowie die Währungskrise in den Schwellenländern stützen die Goldpreise, so Naeem Aslam, Chief Market Analyst von Think Markets UK Ltd.
"Die wachsende Frustration gegenüber den Handelszöllen und das, was das Endergebnis all dessen sein wird, stützt die Goldpreise. Zweitens gibt es ernsthafte Sorgen hinsichtlich der Rezession, in welche Südafrika gerutscht ist. Wenn sich die Emerging Markets wirklich schlecht entwickeln, wird sich jeder diese "Erkältung" einfangen. Dieses sollte den Goldpreis stützen," sagte er.
Als der argentinische Peso zu Beginn dieser Woche ein Rekordtief erreichte und die türkische Lira-Krise, Ende August für Schlagzeilen sorgte, fiel auch der südafrikanische Rand mit einem Kurs von 2% gegenüber dem Dollar und markierte damit den niedrigsten Stand seit Beginn des Jahres 2016. Der Rand ist in diesem Jahr um 19% gesunken. Die Hälfte des Rückgangs ist zum Teil auf die Kontroversen um die Landenteignungsgesetze des Landes zurückzuführen.
Die Bank of America Merrill Lynch (NYSE:BAC) sagte gegenüber der Financial Times: "Wir halten eine explizite Landnahme oder Beschädigung von Eigentumsrechten nicht für wahrscheinlich, aber die anhaltende Unsicherheit wird das Vertrauen und die Investitionen der Unternehmen weiterhin einschränken.
