Die Goldpreise haben sich am Freitag in Asien stabilisiert. Edelmetallbeobachter warten nach dem gestrigen Ausverkauf auf neue Impulse in Sachen Handelskrieg.
Die Gold-Futures stiegen bis 1:35 AM ET (05:35 GMT) um 0,1% auf 1.465,85 Dollar.
Die Hoffnung auf ein begrenztes Handelsabkommen zwischen den USA und China schwindet, nachdem Washington zwei Hongkong Resolutionen verabschiedet hatte.
Trotz der Negativschlagzeilen sagte der chinesische Präsident Xi Jinping heute, dass China weiterhin ein Handelsabkommen mit den USA machen will.
"Wir wollen auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt und Gleichheit auf eine Einigung hinarbeiten", sagte Xi vor Vertretern eines internationalen Forums. "...wir haben aktiv daran gearbeitet, dass es keinen Handelskrieg gibt. Wir haben diesen Handelsstreit nicht angezettelt, und das ist nicht das, was wir wollen."
Xi stellte jedoch fest, dass China keine Angst davor hat, bei Bedarf Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.
Unterdessen berichtete das Wall Street Journal, dass Peking die US-Handelsdelegation zu einer neuen Runde von persönlichen Gesprächen eingeladen hat.
Goldman Sachs (NYSE:GS) schrieb indes in einer Notiz, dass Chinas Wirtschaft im Jahr 2020 um 5,8% wachsen dürfte. Dabei profitierte das Land von robusten Konsumausgaben und nachlassenden Handelsspannungen.
"Beide Seiten kämpfen mit offenem Visier und jeder scheint zu glauben, dass er den Vorteil hat", heißt es in der Notiz. "Wir sehen die nächsten Wochen als kritische Phase vor der geplanten Zollerhöhung am 15. Dezember an."

