Der Goldpreis kam am Dienstag im asiatischen Handel ins Rutschen, nachdem Daten nahegelegt hatten, dass Chinas verarbeitende Industrie nach einer scharfen Verlangsamung in diesem Jahr wieder auf die Beine kommt.
US-Goldfutures wurden an der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange um 06:45 MEZ 0,3% billiger zu 1.290,65 USD die Feinunze gehandelt.
Der am Montag veröffentlichte Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe Chinas stieg von 49,9 im Februar auf 50,8. Es handelt sich um seinen höchsten Wert in acht Monaten, der einer Erhöhung des amtlichen Einkaufsmanagerindex folgt, der vor allem die Lage in staatseigenen Unternehmen abbildet.
An den Börsen ging es am Montag nach Erscheinen der Daten weltweit aufwärts, als Aktien in China um mehr als 2,5% hochschossen.
Das als krisensichere Anlage geschätzte Gold allerdings, bewegte sich in die entgegengesetzte Richtung der meisten Rohstoffe, als die Stimmung unter den Investoren besser wurde.
"Wir sollten nicht vergessen, dass die Stimmung am Markt in 2018 täglich zwischen Risikofreude und -aversion hin und her schwang," sagte Walter Pehowich, geschäftsführender Vizepräsident bei Dillon Gage Metals aus Addison in Texas.
"Jeden Tag sehen wir weiter Risiko in den Schlagzeilen, ob nun geopolitisch oder ökonomisch, sodass jederzeit etwas passieren kann, das den Markt umdreht," fügte Pehowich an, der Gold wieder über 1.300 USD zurückkehren sieht.
In der Vorschau wird wahrscheinlich der US-Beschäftigungsreport für März im Fokus stehen, der am Freitag erscheint. Andere wichtige Daten aus dem US-Einzelhandel und der verarbeitenden Industrie dürften auch einige Aufmerksamkeit geschenkt bekommen.
Meldungen zu den amerikanisch-chinesischen Handelsgesprächen und die Entwicklungen rund um den Brexit dürften ebenfalls genau verfolgt werden.
Am Montag stimmte das britische Parlament alle Alternativoptionen zum unbeliebte Deal von Premierministerin Theresa May nieder.
Der stellvertretende Ministerpräsident Chinas Liu He wird in dieser Woche nach Washington reisen, um weitere Handelsdiskussionen zu führen. Hochrangige Vertreter beider Seiten, einschließlich He, US-Finanzminister Steven Mnuchin und dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, hatten in der vergangenen Woche in Peking die letzte Verhandlungsrunde zu den Handelsbeziehungen beendet.
Während May immer versucht ihren zweimal gescheiterten Deal durch das Parlament zu bugsieren, ist rechtlich gesehen die jetzige Standardoption, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union in 11 Tagen verlassen wird.
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