In dieser Woche werden die Edelmetallhändler die Bewegungen des US-Dollars verfolgen, der einer der gewichtigsten Faktoren für Gold ist, bevor am Freitag aus den USA der amtliche Beschäftigungsreport für März hereinkommt, nachdem die Federal Reserve den Anschein gegeben hatte, für dieses Jahr jegliche Zinserhöhungen auszuschließen.
Die Investoren werden auch neue Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen und der Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe bekommen, nachdem am US-Anleihemarkt in diesem Monat die Warnlampen für eine Rezession aufleuchteten, als die Rendite der US-Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit unter die der Dreimonatspapiere fiel, das erste Mal seit 2007, dass das passiert ist.
Handelsgespräche auf hoher Ebene werden ebenfalls im Fokus bleiben, als der stellvertretende Ministerpräsident Chinas Liu He nach Washington kommt, um den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin zu treffen.
Und verlangt auch noch der Brexit Aufmerksamkeit, als befürchtet wird, dass kein Ausstiegsabkommen vor dem Ende der Frist vom 12. April erreicht werden wird.
Goldfutures beendeten den Handel am Freitag höher, als der Dollar auf durchwachsene US-Konjunkturdaten hin schwächer wurde, einen Tag nachdem er den größten prozentualen Rückgang in einer Handelssitzung seit dem 13. August verzeichnet hatte.
"Der Dollar zieht sich etwas zurück," sagte Josh Graves, Rohstoffanalyst bei RJO Futures aus Chicago. "Die Individualausgaben sind gesunken, sodass die Investoren ihr Geld lieber in krisensichere Anlagen wie Gold stecken."
Die US-Verbraucherausgaben erholten sich im Januar weniger als erwartet und die Einkommen stiegen im Februar nur bescheiden, was sich zu Sorgen gesellt, dass die Abkühlung der Weltkonjunktur nicht an der größten Wirtschaftsmacht vorbeigeht.
Ebenfalls gut fürs Gold waren Signale der Vorsicht von der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank.
Gold allerdings befand sich dennoch auf dem Weg zu einem zweiten monatlichen Preisrückgang in Folge und verlor rund 1,4% - sein höchster Fall seit August - belastet von der jüngsten Stärke des Dollars.
Das Edelmetall war am Donnerstag etwa 1,5% gesunken.
Im weiteren Edelmetallhandel beendete Silber den Handel am Freitagabend zu 15,098 USD die Feinunze, verlor über die Woche damit 1,93%, während Kupfer den Handel zu 2,932 USD beendete, womit es über den Tag 2,07% gewonnen und über die Woche um 0,78% gestiegen ist.
Vor Beginn der kommenden Woche hat eine Liste wichtiger Ereignisse zusammengestellt, die die Märkte beeinflussen könnten.
Montag, der 1. April
Aus China gibt es den Caixin-Einkaufsmanagerindex zum produzierenden Gewerbe.
In Großbritannien erscheinen Daten zur Geschäftstätigkeit im produzierenden Gewerbe des Landes.
In der Eurozone erscheinen vorläufige Inflationsdaten.
In den Vereinigten Staaten veröffentlicht das Institute of Supply Management seinen Index für das produzierende Gewerbe.
Der Vorsitzende der kanadischen Zentralbank Stephen Poloz wird sich zu Wort melden.
Dienstag, der 2. April
In Australien erscheinen Zahlen zu den Baugenehmigungen.
Die australische Notenbank gibt den Leitzins bekannt und publiziert ihren Bericht zur Geldpolitik, der das konjunkturelle Umfeld und weitere Faktoren, die die Entscheidung der Bank beeinflussten, erläutert.
Großbritannien legt Zahlen zur Lage auf dem Bausektor vor.
Aus den USA gibt es Zahlen zu den Auftragseingängen für langlebige Gütern.
Mittwoch, der 3. April
In Australien erscheinen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und dem Außenhandel.
China gibt seinen Caixin-Index zum Dienstleistungsgewerbe heraus.
In Großbritannien erscheinen Branchendaten zur Lage im Dienstleistungssektor.
In den USA erscheinen die ADP-Beschäftigungsdaten ohne die Landwirtschaft und der Einkaufsmanagerindex vom ISM zur Wirtschaft ohne das verarbeitende Gewerbe.
Donnerstag, der 4. April
In Deutschland erscheinen Zahlen zu den Fabrikauftragseingängen.
Die Europäische Zentralbank veröffentlicht das Protokoll ihrer letzten Sitzung zur Geldpolitik.
Freitag, der 5. April
In China sind die Märkte aufgrund eines Feiertags geschlossen.
In der Eurozone gibt es aus Deutschland einen Bericht zur Industrieproduktion.
In Kanada erscheint der monatliche Arbeitsmarktbericht.
Die Woche geht mit dem amtlichen US-Bericht zur Lohnbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft vom März zu Ende.
-- Dieser Report entstand unter Mitwirkung von Reuters.
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