An den Devisenmärkten war die Luft am Mittwoch raus und das, obwohl das britische Parlament am Dienstag die Tür für einen Brexit am 31. Oktober zugeschlagen hatte.
Zwar haben die Abgeordneten im Grundsatz den Brexit-Deal, den Premierminister Boris Johnson mit der EU ausgehandelt hatte, gebilligt. Das Schnellverfahren wurde jedoch abgelehnt, so dass dem Vereinigten Königreich nun Neuwahlen vor Weihnachten drohen.
"Eine Neuwahl erscheint nun recht wahrscheinlich", sagte UBS- Chefökonom Paul Donovan in einer Notiz.
Das Vereinigte Königreich hat die EU um eine Fristverlängerung über den 31. Oktober hinaus gebeten. Derzeit beraten die Staats- und Regierungschefs über die Bitte der Briten. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte nächste Woche ein weiterer Brexit-Gipfel der Staats- und Regierungschefs angesetzt werden.
Der GBP/USD notierte unverändert bei 1,2874 Dollar, während der EUR/USD um 0,1 Prozent auf 1,1117 Dollar sank.
Der U.S. Dollar-Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen misst, gewann 0,1 Prozent auf 97,325 Punkte, während der japanische Yen um 0,1 Prozent auf 108,56 fiel.
Die türkische Lira ist am Mittwoch gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, er werde die Sanktionen gegen die Türkei aufheben, "es sei denn, es passiert etwas, mit dem ich nicht glücklich bin".
Trump erklärte auch, dass die Türkei eine dauerhafte Waffenruhe anstrebt.
Russland und die Türkei haben sich am Dienstag darauf geeinigt, eine Sicherheitszone an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei zu schaffen.
Die türkische Lira ist unmittelbar nach der Meldung gestiegen. Der USD/TRY kollabierte um 1,3 Prozent auf 5,7314.

