Forex: Dollar steigt gegenüber Yen - Zinssenkungsfantasien schwinden

Forex: Dollar steigt gegenüber Yen - Zinssenkungsfantasien schwinden

Jul 22, 2019

Der Dollar stieg am Montag gegenüber dem Yen, als die Investoren ihre Spekulationen auf eine aggressive Zinssenkung durch die Federal Reserve in diesem Monat aufgaben.

Der Dollar stieg dank einer Zunahme der US-Anleiherenditen um 0,2% gegenüber dem Yen an und wurde um 09:20 MEZ zu 107,92 gehandelt.

Die Rendite des Benchmark US-Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit baute auf die bescheidenen Gewinne vom Freitag auf und kletterte auf 2,06%.

Allerdings beschränkte der breitangelegte Kursverfall an den Aktienmärkten einen weiteren Anstieg der Anleiherenditen.

"Ein Faktor, der die Aktien in dieser Woche nach unten drücken könnte, sind Tweets von US-Präsident Donald Trump zu Handelsfragen mit China," sagte Junichi Ishikawa, Forexstratege bei IG Securities.

"Aktien könnten fallen, sollte er in dieser Woche fortfahren, herausfordernde Kommentare zu Handelsfragen in Richtung China zu machen."

Trump hatte letzte Woche den Druck auf Peking aufrechterhalten, indem er seine alte Drohung, Zölle auf weitere Waren aus China im jährlichen Importwert von 325 Mrd USD zu verhängen, sogar als letzte Woche die Hoffnungen gewachsen sind, dass beide Seiten bald Verhandlungen von Angesicht zu Angesicht wieder aufnehmen könnten, um ihren seit einem Jahr andauernden Handelskrieg zu beenden.

Der US-Dollarindex hielt sich stabil auf 96,83, nachdem er letzte Woche um 0,35% zugelegt hatte.

Die Devisenmärkte sind vollkommen auf die Serie von Zentralbankentscheidungen der kommenden zwei Wochen fixiert, in der die Europäische Zentralbank mit ihrer Sitzung am Donnerstag den Anfang macht und der die Bank von Japan und die Fed nächste Woche folgen.

"Der Moment der Wahrheit steht vor der Tür, als die Zentralbanken gezwungen sein werden, ihre geldpolitischen Absichten freizulegen," meinten Analysten von JPM Chase & Co in einer Mitteilung.

Erwartungen auf eine Zinssenkung um 50 Basispunkte waren letzten Woche hochgeschossen, nachdem New York Fed Präsident John Williams in einer Rede vorbeugende Zinssenkungen befürwortet hatte. Aber die Erwartungen unter den Investoren legten sich etwas, nachdem ein Sprecher der Fed klargestellt hatte, dass seine Bemerkungen sich nicht auf die geldpolitischen Entscheidungen auf der kommenden Fed-Sitzung bezogen hätten.

Erwartungen auf eine stärker Zinssenkung gingen noch weiter zurück, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass die Fed die Zinsen in diesem Monat wahrscheinlich um 25 Basispunkte senken werde und weitere Absenkungen vom künftigen Wachstum der Weltwirtschaft und den Ungewissheiten im internationalen Handel abhängig machen könnte.

"Die Möglichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte hat sich nach dem WSJ Report und dem Versuch der New York Fed, die Kommentare von Williams abzuschwächen, fast in Rauch aufgelöst," schrieb Kenji Yamamoto, Ökonom bei Daiwa Securities.

Der Euro stand kaum verändert auf 1,1220 USD, nachdem er am Freitag um 0,5% gefallen war.

Ansonsten warten die Investoren ab, ob Boris Johnson das Rennen um die Parteiführung der britischen Konservativen gewinnen kann. Das britische Pfund hielt sich auf rund 1,2494 und blieb damit im Hintertreffen, als Sorgen über einen harten Brexit weiter zunehmen.

"Wir werden wahrscheinlich auf der Stelle treten, bevor die großen Risikoereignisse in dieser Woche kommen," sagte National Australia Bank FX Stratege Rodrigo Catril. "Der Markt leckt immer noch seine Wunden nach dem Zurückrudern von Williams."

-- Dieser Report entstand unter Mitwirkung von Reuters.

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