Der US-Dollar bewegte sich am Freitag in einer relativ engen Range, während der chinesische Yuan trotz schwacher Erzeugerpreise aus dem Land der Mitte stabil blieb.
In Europa erholte sich der Euro von einem Großteil der Vortagesverluste und das, obwohl der Chef der italienischen Lega, Matteo Salvini, auf eine Neuwahl in Italien drängt. Die Renten- und Aktienmärkte reagierten auf die Ankündigung aus Rom mit stärkeren Kursausschlägen.
Der Euro legte um 0,2 Prozent auf 1,1188 Dollar zu. Die schwachen Zahlen zur französischen Industrieproduktion, die um 2,3 Prozent gefallen war, ließen die Anleger kalt.
Das Britische Pfund steht vor der Veröffentlichung der hiesigen Wachstumszahlen unter Druck. Premierminister Boris Johnson sagte am Donnerstag, er plane Neuwahlen Anfang November, unmittelbar nach dem geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der EU.
Der Dollar-Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen misst, notierte beinahe unverändert bei 97,403.
Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag erneut die Dollar-Stärke kritisiert und dabei die Federal Reserve attackiert. Auswirkungen auf das Marktgeschehen hatten seine Aussagen aber nicht. Anleger sollten aber immer das Risiko einer möglichen Währungsintervention in den Dollar im Hinterkopf behalten.
"Ein Währungskrieg ist noch nicht ausgebrochen - zumindest noch nicht. Aber die Gefahr ist real", sagte ING-Analyst Benjamin Cohen. "Die Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt könnten noch viel schlimmer werden."
Cohen schrieb, dass die Brandmarkung Chinas als Währungsmanipulator durch die Trump-Administration China dazu veranlassen könnte, in gleicher Weise zu reagieren, um das Gesicht zu wahren, indem Maßnahmen wie ein Verbot der Ausfuhr von Seltenen Erden, die für die High-Tech-Produktion unerlässlich sind, erlassen werden.
Die China-Daten vom Freitag zeigen, dass die Erzeugerpreise zum ersten Mal seit drei Jahren ins Minus gerutscht sind. Das erhöht die Sorge der Anleger, dass China wie zwischen 2012 und 2016 eine "Deflation" in den Rest der Welt exportieren wird.
Der Yuan blieb jedoch weit innerhalb des Bereichs, in dem er in dieser Woche gehandelt wurde. Auf dem Festland fiel er um weniger als 0,1 Prozent auf 7,0503 je Dollar, während er im weniger regulierten Offshore-Markt leicht auf 7,0757 stieg. Das Fixing der People's Bank of China lag bei 7,0136 und damit so schwach wie seit 11 Jahren nicht mehr.

