Forex: Dollar gefallen - Euro ignoriert Einbruch der deutschen Auftragseingänge

Forex: Dollar gefallen - Euro ignoriert Einbruch der deutschen Auftragseingänge

Apr 04, 2019

Der Dollar war ein wenig schwächer im europäischen Handel am Donnerstagmorgen, als der Euro sich von einer Serie enttäuschender Auftragseingänge für Fabriken in Deutschland kaum beeindrucken ließ, auch wenn diese nichts Gutes für eine rasche Konjunkturwende in der größten Volkswirtschaft im Euroraum erahnen lässt.

Die Neuaufträge im deutschen verarbeitenden Gewerbe fielen im Februar um 4,2%, ihr stärkster monatlicher Rückgang in zwei Jahren, wobei die Nachfrage aus Märkten außerhalb der Eurozone am tiefsten eingebrochen ist. Über das Jahr gesehen, sind die Auftragseingänge um 8,4% gefallen. Alles deutet darauf hin, dass die Situation sich auch im März nicht wirklich gebessert hat, angesichts dessen, dass IHS Markit Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe im März auf seinen tiefsten Stand in sieben Jahren gefallen ist.

Meldungen, dass US-Präsident Donald Trump am heutigen Donnerstag noch den Chefunterhändler Chinas Liu He treffen wird, hatten kaum unmittelbare Folgen am Devisenmarkt, der sich damit abgefunden zu haben scheint, eine endgültige Einigung abzuwarten, bevor er Schlussfolgerungen zieht. Das Treffen wurde als Zeichen hochgejubelt, dass die Gespräche sich ihrer Endphase nähern, aber das Wall Street Journal berichtete, dass das Festhalten der USA einige Zölle auf chinesische Güter beizubehalten, ein gewichtiger Streitpunkt bleibt.

Um 10:00 MEZ stand der US-Dollarindex, der die Stärke der amerikanischen Währung gegenüber einem Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, auf 96,688. Der Euro ist ein wenig auf 1,1235 USD gestiegen und auch das Pfund hat etwas zugelegt auf 1,3178 USD.

Das Pfund wurde in der Nacht fester, nachdem das britische Parlament mit einer Mehrheit von einer Stimme entschieden hatte, einen no-Deal Brexit zu blockieren. Trotz alledem bleibt dieser das automatische Ergebnis, es sei denn alle der 27 anderen EU-Mitgliedsstaaten stimmen für eine weitere Verschiebung des schon einmal vertagten Austritttermins vom 12. April oder das Parlament in London widerruft seine formale Entscheidung zum Verlassen der EU, eine Option, die keine der beiden Parteien will.

Später am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank noch das Protokoll ihrer letzten geldpolitischen Sitzung veröffentlichten, das weitere Aufschlüsse zur Wahrscheinlichkeit geben dürfte, dass weitere Maßnahmen zur Stützung der stockenden Konjunktur kommen werden. Die US-Arbeitslosenanträge, die um 12:30 MEZ erscheinen werden, dürften ebenfalls genau auf Anzeichen von Schwäche analysiert werden, nachdem der ADP-Beschäftigungsreport für März gestern enttäuscht hatte.

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