EZB-Chef Draghi: Wachstumsaussichten abhängig von Weltwirtschaft

EZB-Chef Draghi: Wachstumsaussichten abhängig von Weltwirtschaft

Apr 12, 2019

EZB-Präsident Mario Draghi sagte auf dem Frühjahrstreffen des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses in Washington, dass die Aussichten für die Eurozone von der globalen Wachstumsdynamik abhängen.

Die Eskalation der Handelsspannungen, der Rückgang der globalen Produktion und eine Wende im Technologiezyklus haben den externen Gegenwind im Euroraum verstärkt. Die multilaterale Zusammenarbeit ist notwendig, um Handelskonflikte zu verringern und die Risiken größerer Störungen der globalen Wirtschaftstätigkeit und der Finanzstabilität abzumildern. Die Wahrung der Offenheit ist entscheidend, wenn die Weltwirtschaft gedeihen und ihr Wachstumspotenzial sichern will.

Die Risikobereitschaft in Teilen der Finanz- und Immobilienmärkte sorgte dafür, dass es Anzeichen von überzogenen Bewertungen gebe.

Ein beträchtliches Maß an Unterstützung durch die Geldpolitik sei weiter erforderlich, sagte Draghi.

Signifikante geldpolitische Impulse gehen von der Forward Guidance für die Leitzinsen der EZB aus, die durch die Reinvestitionen des beträchtlichen Bestands an erworbenen Vermögenswerten und der neuen TLTRO-Serie verstärkt wird.

Zudem müsse die Umsetzung von Strukturreformen in den Ländern des Euroraums erheblich beschleunigt werden, sagte Draghi.

Der Euro hatte am Freitagnachmittag nur wenig auf die Aussagen von Mario Draghi reagiert, nachdem er zuvor zum ersten Mal seit 26. März über die Marke von 1,13 Dollar geklettert ist.

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