Der EUR/USD setzte in den letzten Stunden wieder zurück, nachdem der US-Dienstleister ADP gute Zahlen für die US-Privatwirtschaft vorgelegt hatte. Die europäische Gemeinschaftswährung setzt so den Handel in einer engen Spanne zwischen 1,1450 Dollar auf der Ober- und 1,1400 Dollar auf der Unterseite fort.
Zuletzt handelte der Euro zum US-Dollar auf 1,1413 Dollar und verlor damit 0,13 Prozent an Wert. Vom Tageshoch bei 1,1443 Dollar verlor die Einheitswährung gut 30 Pips.
In der US-Privatwirtschaft wurden per Berichtsmonat Januar 213.000 neue Stellen geschaffen und damit mehr als von Volkswirten erwartet. Das teilte der US-Dienstleister Automatic Data Processing (NASDAQ:ADP) Mittwoch mit. Analysten rechneten mit einem Stellenplus von 180.000. Die Dezember-Zahlen wurden von 217.000 auf 263.000 hochgesetzt. Damit ist das Stellenplus in der US-Privatwirtschaft im Dezember so stark gestiegen wie zuletzt im Januar 2016.
Mit großer Spannung warten die Anleger nun auf die Entscheidung der US-Notenbank Fed. Eine Änderung der Leitzinsen wird zwar nicht erwartet, aber Hinweise auf eine Pause im Zinserhöhungszyklus während der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell könnten den US-Dollar weiter schwächen. Unwahrscheinlich ist ein solches Szenario nicht, da sich die Anzeichen einer globalen Konjunkturverlangsamung mehren. Die Bewertung der Federal Reserve zu den internen und externen Risiken für die Wirtschaft wird daher große Beachtung finden.
Von Reuters befragte Volkswirte erwarten zwar im laufenden Jahr nach wie vor zwei Zinserhöhungen - eine im Juni und die andere später im Jahr -, der Markt preist dagegen Zinserhöhungen von weniger als 5 Basispunkte im Jahr 2019 ein.
Durch die charttechnische Brille betrachtet ist die Erholung im EUR/USD intakt. Weitere Zugewinne sind möglich, wenn die Gemeinschaftswährung die wichtige 100-Tage-Linie bei 1,1444 Dollar nachhaltig überwinden kann. Nächstes potenzielles Anlaufziel wäre dann die psychologisch wichtige Marke von 1,1500 Dollar gefolgt von der Glättung der letzten 200 Tage bei 1,1564 Dollar.
Die positive Ausgangslage negieren würde dagegen ein Rutsch unter das jüngste Zwischentief vom 24. Januar bei 1,1287 Dollar.
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