Von Peter Nurse
Die europäischen Aktienmärkte sind nach einer fünftägigen Rallye etwas schwächer in den Mittwoch gestartet, da die Anleger ihre Wetten auf eine rasche und tiefgreifende konjunkturelle Erholung im späteren Verlauf des Jahres reduzierten.
Um 9:45 Uhr notierte der britische FTSE Index um 1,2% niedriger, der französische CAC 40 fiel um 1,3%, während der DAX um 1,6% nachgab. Der markt breitere Stoxx 600 sank um 2%.
Im ersten Weltwirtschaftsbericht seit Beginn der COVID-19-Pandemie schätzte der Internationale Währungsfonds, dass das globale BIP in diesem Jahr um 3% schrumpfen werde, was dem schlimmsten wirtschaftlichen Abschwung seit der Großen Depression der 1930er entspräche.
Frankreich hat bereits einen BIP-Einbruch um 8% angekündigt, während das Office for Budgetary Responsibility des Vereinigten Königreichs sagte, dass die britische Wirtschaft in diesem Frühjahr um 35% schrumpfen könnte, wobei das Haushaltsdefizit auf über 100 Milliarden Pfund (125 Milliarden Dollar) ansteigen dürfte.
Die Ölpreise sind am Mittwoch inmitten der Skepsis gefallen, dass der Plan der OPEC für tiefe globale Förderkürzungen durchgesetzt werden wird.
Heute im Fokus stehen die Lagerdaten der Energy Information Administration, die um 16.30 Uhr veröffentlicht werden. Von befragte Ölmarktbeobachter rechnen mit einem Anstieg von 11,6 Millionen Barrel in der vergangenen Woche.
Um 9:45 Uhr wurde das US-Rohöl der Sorte WTI um 0,5% niedriger bei 20,02 Dollar pro Barrel gehandelt. Das Nordsee-Rohöl der Sorte Brent fiel um 1,9% auf 29,01 Dollar.
Die Gold-Futures verbilligten sich um 1,8% auf 1.736,35 Dollar, während der EUR/USD gut 0,5% auf 1,0936 Dollar verlor.
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