Die frühen Verluste des Euros gegenüber dem Dollar sind am Montag weiter gestiegen, da Streit zwischen der populistischen Regierung Italiens und der Europäischen Kommission über die Haushaltspläne der Italiener die Stimmung am Markt eingetrübt haben.
Der EUR/USD Kurs lag gegen 11:18 MEZ 0,36% tiefer auf 1,1480 und ist damit zurück in Richtung seine Eineinhalb-Monatstiefs von 1,1463 aus der letzten Woche gefallen.
Die Verluste des Euros gingen weiter, nachdem der stellvertretende Ministerpräsident Italiens, Matteo Salvini, gesagt hatte, dass der Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici die wahren Feinde Europas seien.
Brüssel und Rom sind sich uneins über die Defizitpläne des Landes für die kommenden drei Jahre, die die EU-Regeln über Defizite und Schuldenobergrenzen verletzen.
Aber Italien bestand am Sonnabend darauf, dass es "keinen Rückzug" von seinen Ausgabevorhaben plane.
Der Streit hat zu einem Anstieg der Kreditkosten für Italien geführt und Ängste ausgelöst, dass dies eine weitere Runde in der Schuldenkrise des Landes herbeiführen könnte.
Die Stimmung zur Gemeinschaftswährung wurde auch von enttäuschenden Konjunkturdaten aus dem Euroraum verschlechtert.
Das Investitionsklima fiel im Oktober stärker als erwartet, zeigte eine am Montag erschienene Befragung.
Auch ist im August die deutsche Industrieproduktion unerwartet gefallen, dem dritten Rückgang in drei Monaten.
Der Dollar blieb nachgefragt, da die jüngste Serie solider US-Konjunkturdaten die Erwartungen auf weitere graduelle Zinserhöhungen durch die Federal Reserve bis Ende des Jahres und darüber hinaus untermauerten.
Der US-Dollarindex, der die Stärke der US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, stieg um 0,29% auf 95,59, nachdem er letzte Woche ein Sechswochenhoch von 95,78 erreicht hatte.
Das amerikanische Arbeitsministerium berichtete am Freitag, dass das Jobwachstum sich im September scharf abgebremst hat, wahrscheinlich wegen der Nachwirkungen von Wirbelsturm Florence, während gleichzeitig auch die Löhne langsamer gestiegen sind.
Die Erwartungen auf eine Verknappung des Geldes hatten letzte Woche einen Ausverkauf von US-Staatsanleihen ausgelöst, was die Rendite der Papiere mit 10-jähriger Laufzeit am Freitag auf ihren höchsten Stand in sieben Jahren schickte. Höhere Anleiherenditen verhalfen dem Dollar wiederum letzte Woche zu Gewinnen gegenüber den meisten anderen Leitwährungen.
Die Kursbewegungen hielten sich am Montag in Grenzen, da die es den Finanzmärkten wegen der Schließung der Anleihemärkte in Japan und den USA aufgrund von Feiertagen an Liquidität mangelt.
