Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe: Goldman Sachs erwartet Anstieg auf 6 Millionen

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe: Goldman Sachs erwartet Anstieg auf 6 Millionen

Apr 02, 2020

von Robert Zach

Um 14.30 Uhr steht der wichtigste Datenpunkt des Tages auf dem Kalender: die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.

Letzte Woche waren die Arbeitslosenansprüche sprunghaft von 300.000 auf mehr als 3 Millionen angestiegen - ein Rekordhoch. Grund dafür war die Coronavirus-Pandemie in den USA, die Unternehmen zu Kurzarbeit oder Betriebsschließungen zwingt.

Auch in dieser Woche rechnen die Analysten wieder mit einem massiven Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Goldman Sachs (NYSE:GS) schrieb am Donnerstag in einer Notiz, dass die Erstanträge in der Woche vom 22. bis 28. März über die Marke von 6 Millionen steigen könnten. Die Ausgangsbeschränkungen in vielen Städten bedeuten, dass die Wahrscheinlichkeit von Neueinstellungen noch geringer sei als in Zeiten einer Rezession.

Die von befragten Ökonomen erwarten in der Woche bis zum 28. März mit einem Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf 3,5 Millionen.

Nach Angaben des New Yorker Arbeitsministeriums gingen zwischen dem 23. und 28. März mehr als 8,2 Millionen Anrufe bei der Agentur ein, verglichen mit nur 50.000 in einer typischen Woche, sagte Kathy Lien von der Vermögensberatung BK Asset Management in einer Notiz.

"Natürlich sind viele dieser Anrufe überflüssig, aber da nur ein Bundesstaat so viele Anfragen erhält, können wir uns nur vorstellen, wie viele Ansprüche auf nationaler Ebene beantragt und eingereicht werden. Der Donnerstag könnte für den Dollar ein entscheidender Tag werden".

Die Schätzungen in einer Reuters-Umfrage reichen von 1,5 Millionen bis 5,25 Millionen.

Die Erstanträge gelten als ein zuverlässiger Indikator für den US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Die Daten werden jede Woche vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Aufgrund deren Aktualität haben sie einen großen Einfluss auf das Marktgeschehen.

In gut 10 Minuten steht zudem die Bekanntmachung von betrieblichen Entlassungen durch Challenger & Gray per März auf der Agenda. Die Statistik beschreibt die Zahl der Personalfreisetzungen in den USA. Auch diese gilt als Frühindikator und kann Wendepunkte am Arbeitsmarkt anzeigen.

Der DAX steht vor dem hochrelevanten Datenpunkt 23,75 Punkte höher bei 9.569,50 Zähler und der MDax weist mit 20.553 Punkten ein Plus von 0,60 Prozent aus. Auch die US-Futures werden höher gehandelt: die Futures auf den Dow Jones legen um 341 Punkte zu und die S&P-500-Futures legen um 1,54 Prozent zu. Für den Nasdaq geht es um 1,10 Prozent nach oben und die VIX-Futures verlieren 4,22 Prozent.

Hinweis: Hier geht es zur Seite mit den Futures-Kursen, hier zum Dow Jones-Chart, hier zur technischen Dow Jones-Übersichtsseite und hier zu den Dow Jones-Einzelwerten. Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse des Tages finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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