Der Gold-Future ist am Donnerstag gestiegen, nachdem der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses die schriftliche Beschwerde eines Whistleblowers veröffentlicht hat. Daraus erging, dass Trump womöglich den den Wortlaut des Gesprächs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu vertuschen versucht.
Der Gold-Future zur Lieferung im Dezember, der an der Comex-Division der New York Mercantile Exchange handelt, stieg um 0,2 Prozent auf 1.516,05 Dollar.
Der Kassapreis für eine Feinunze Gold gewann 0,2 Prozent auf 1.509,12 Dollar.
Gefragt waren auch andere sichere Häfen wie Staatsanleihen, der japanische Yen sowie der Schweizer Franken. Die Renditen zehnjähriger und dreißigjähriger Staatsanleihen sanken um jeweils gut 3 Basispunkte. Der Rückgang sei auf die politischen Turbulenzen in Washington zurückzuführen, so Börsianer.
Der Silber-Future sank unter die Marke von 18 Dollar je Unze auf 17,99 Dollar.
Gut unterstützt waren auch europäische Staatsanleihen. Während die Kurse stiegen, ging es für die Renditen nach unten. Grund dafür war u.a. der überraschende des EZB-Direktionsmitglieds Sabine Lautenschläger. Sofort wurde spekuliert, dass die EZB ihre Geldpolitik durch den Verlust einer Kritikerin des billigen Geldes mit Lagarde an der Spitze weiter lockern könnte.
Ab November wird die Europäische Zentralbank monatlich Staatsanleihen im Volumen von 20 Milliarden Euro kaufen. Das dürfte die Renditen weiter nach unten drücken. Gold profitiert in der Regel von sinkenden Zinsen.
In Japan deutete der Notenbankchef, Haruhiko Kuroda, eine weitere Lockerung der Geldpolitik bei der nächsten Sitzung der Bank of Japan an. Die Risiken seien gestiegen, dass das Inflationsziel verfehlt werde.
Platin-Futures stiegen um 0,3% auf 931,10 $ pro Unze, während Kupfer-Futures um 0,6% auf 2,60 $ pro Pfund fielen.

