- Der Dollar hat sich im Handel am Dienstagmorgen in Europa kaum gegenüber Euro und Pfund bewegt. Er stieg aber gegenüber dem Yen, nachdem der Gouverneur der Bank von Japan Haruhiko Kuroda angekündigt hatte, er sei bereit einzuschreiten, um einen zu starken Anstieg der Währung zu verhindern.
Um 09:00 MEZ wurde der Dollar zu 110,75 Yen gehandelt, nachdem er zuvor auf einem Tief von 110,45 gelegen hatte.
Als Antwort auf die Fragen von Parlamentariern sagte Kuroda, dass die Zentralbank das Stimulusprogramm ausweiten würde, sollte ein scharfer Anstieg des Yens der Wirtschaft Schaden zufügen und es schwerer machen, das Inflationsziel der Bank von 2% zu erreichen.
Der Yen war Ende des vergangenen Jahres steil angestiegen, da der Kollaps des Risikoappetits die Händler veranlasste, ihre mit billigen Yen finanzierten Wetten auf Zinsdifferenzen (carry trade) aufzulösen. Er verbrachte einen Großteil von 2019 damit, diese Gewinne wieder aufzugeben, bis er wieder in die Höhe schnellte, nachdem letzte Woche schockierend schwache Konjunkturdaten aus den USA hereingekommen waren.
In Europa hat der Euro im frühen Handel seinen Anstieg über 1,13 USD fortgesetzt, bevor in den nächsten Tagen eine Flut von Daten über uns hereinbrechen wird, die zeigen werden, ob die Konjunkturdelle einen Boden gefunden hat oder schlimmer geworden ist. Unter den heutigen Konjunkturdaten sticht der deutsche Index der Konjunkturerwartungen vom ZEW hervor, der um 11:00 MEZ erscheinen wird.
Der US-Dollarindex, der die Stärke der US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, sank mit dem Anstieg des Euros und lag um 09:40 MEZ auf 96,672.
Das britische Pfund lag kaum verändert auf 1,2929 USD, bevor das nationale Amt für Statistik um 10:30 MEZ seinen monatlichen Beschäftigungsbericht veröffentlichten wird.
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