Investing.com - Der US-Dollar ist am Dienstag leicht gestiegen und hat sich von seinem tiefsten Kursen in mehr als einer Wochen wieder entfernt, das Anzeichen auf ein Abflauen der globalen Handelsstreitigkeiten geholfen haben, die Renditen von US-Staatsanleihen wieder über die kritische 3 Prozentmarke zu schieben.
Der US-Dollarindex, der die Stärke der US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, lag gegen 08:58 MEZ 0,04% höher auf 92,60 und hat damit sein Tief vom Montag wieder verlassen, als er mit 92,11 sein niedrigstes Kursniveau seit dem 2. Mai erreicht hatte.
Der Dollar wurde wieder gekauft, als die Rendite der 10-jährigen US-Staatspapiere auf 3,025% anstieg, ihrem höchsten Niveau in drei Wochen. Eine weitere Bewegung über das Hoch von 3,035% vom 25. April würde sie auf ihr höchstes Niveau seit 2014 bringen.
Die US-Anleihenrenditen wurden von Anzeichen auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China gestützt, nachdem US-Präsident Donald Trump versprochen hatte, dem chinesischen Technologiekonzern ZTE (HK:0763) unter die Arme zu greifen.
Im letzten Monat hatte Trumps Administration es US-Unternehmen verboten an ZTE zu verkaufen, was das Unternehmen effektiv lahmlegte.
Eine Rallye hatte den Dollar letzte Woche auf ein Viereinhalb-Monatshoch gegenüber den anderen Leitwährungen steigen lassen, bevor der Schwung verloren ging, als verhaltene US-Inflationsdaten die Erwartungen auf schnellere Zinserhöhungen durch die Federal Reserve in diesem Jahr abflauen ließen.
Die Fed hatte die Zinssätze im März angehoben und zwei weitere Erhöhungen für das laufende Jahr in Aussicht gestellt, auch wenn viele Investoren drei Zinsschritte für möglich hielten.
Die Investoren warten nun auf die heute noch erscheinenden US-Einzelhandelsumsätze, die Aufschlüsse auf die Stärke der Konjunktur liefern könnten.
Der Dollar stieg gegenüber dem Yen an, mit dem USD/JPY Kurs um 0,22% im Plus auf 109,89.
Der Euro hielt sich gegenüber dem Dollar fast unverändert, mit dem EUR/USD Kurs auf 1,1926 und damit unter seinem Hoch vom Montag, als er mit 1,1995 sein höchstes Niveau seit dem 3. Mai erreicht hatte.
Der Euro war am Montag auf ein Tageshoch geklettert, nachdem die Francois Villeroy de Galhau von der Europäischen Zentralbank gesagt hatte, dass die Bank einen neuen Ausblick auf den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung abgeben könnte, als der geldpolitische Stimulus der Bank auszulaufen beginnt.
Das Pfund hat sich stabil behauptet, mit dem GBP/USD Kurs zuletzt auf 1,3550, bevor es heute noch Daten vom britischen Arbeitsmarkt geben wird.
Auf der Südhalbkugel lag der australische Dollar tiefer, mit dem AUD/USD Kurs um 0,11% im Minus auf 0,7517, während der neuseeländische Kollege NZD/USD zuletzt fast unverändert auf 0,6910 stand.
Die beiden Dollars reagierten nur verhalten auf eine Reihe von Daten aus China, denen nach die Konjunktur weiter an Schwung verloren hat.
