Der Dollar ist am Dienstag gegenüber den anderen Leitwährungen weiter gesunken und auf ein Monatstief gefallen, da das Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko die Ängste vor einem Handelskrieg abflauen ließen, während die türkische Lira mehr als 1% gegenüber dem Dollar verloren hat.
Der US-Dollarindex, der den Kurs der US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, lag gegen 15:11 MEZ um 0,29% tiefer auf 94,40, seinem niedrigsten Niveau seit dem 1. August.
Sorgen über internationale Handelskonflikte ließen nach, nachdem die Vereinigten Staaten sich mit Mexiko auf ein Handelsabkommen geeinigt hatten, dass das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (North American Free Trade Agreement, NAFTA) ablösen soll.
Allerdings sagte US-Präsident Donald Trump, dass er immer noch Zölle gegen kanadische Autos verhängen könne, sollte das Land den neuen Deal ablehnen. Außerdem forderte er Zugeständnisse bei den Milchprodukten des Landes.
Die Märkte blieben misstrauisch, da der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiterging, nachdem die amerikanisch-chinesischen Handelsgespräche der letzten Woche kaum Fortschritte gebracht und beide Länder gegeneinander neue Zölle verhängt hatten.
Der Dollar hat sich gegenüber dem Yen nahezu unverändert behauptet, mit einem USD/JPY Kurs von 111,09.
Der Euro stieg gegenüber dem Dollar auf ein neues Monatshoch, mit dem EUR/USD Pfund um 0,33% höher auf 1,1717.
Die Gemeinschaftswährung erreichte gegenüber dem Pfund ihren höchsten Stand in diesem Jahr, als der EUR/GBP Kurs auf bis zu 0,9076 anstieg, inmitten weiterer Negativschlagzeilen zum Brexit.
Die britische Premierministerin Theresa May sagte, ein Brexit ohne Abkommen “wäre nicht das Ende der Welt”, als sie versuchte eine Warnung von Schatzkanzler Philip Hammond der letzten Woche herunterzuspielen, über den Schaden, den ein harter Brexit in der britischen Volkswirtschaft anrichten könnte.
Das Pfund schaffte es dennoch, gegenüber dem US-Dollar anzusteigen, mit dem GBP/USD Kurs zuletzt 0,32% höher auf 1,2926.
Die türkische Lira fiel gegenüber dem Dollar, als die diplomatische Auseinandersetzung zwischen Washington und Ankara weiterging, nachdem der Finanzminister des Landes am Dienstag gewarnt hatte, dass die US-Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei den Nahen Osten destabilisieren könnten.
Die sich verschlechternden Beziehungen zwischen Washington und Ankara und Sorgen über die zunehmende Einflussnahme des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan auf die Geldpolitik und die Wirtschaft werden als Gründe für den Einbruch der Lira fast 40% in diesem Jahr ausgemacht.
