Der US-Dollar hat sich am Montag gegenüber den anderen Leitwährungen nach oben geschoben, belebt von Erwartungen auf Handelsgespräche, von den die Investoren sich ein Nachlassen der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China erhoffen.
Der US-Dollarindex, der die Stärke der amerikanischen Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, lag gegen 09:41 MEZ um 0,1% auf 96,11, nachdem er den Handel am Freitag um 0,5% tiefer beendet und damit seinen größten Tagesverlust in einem Monat eingefahren hatte.
Die wachsenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Handelspartnern, zusammen mit einer Währungskrise in der Türkei hatten den Dollar letzte Woche auf seinen höchsten Kurs in 14 Monaten geschickt.
Die Rallye des Dollars ging zu Ende, da in den kommenden Tagen Vertreter der USA und China in Washington Gespräche über Handelsfragen führen werden. Die nachlassenden Sorgen über die Folgen des jüngsten Ausverkaufs der türkischen Lira haben die Risikoaversion gemildert, was wiederum die Nachfrage nach dem Dollar sinken ließ.
Die Stimmung im Hinblick auf die Lage in der Türkei hat sich am Montag stabilisiert, als sich der Kurs der Lira bei einem Niveau von rund 6 Lira pro Dollar gehalten hat. Die Finanzmärkte in der Türkei bleiben über die Woche wegen Feiertagen geschlossen.
Der Euro rutschte gegenüber dem festeren Dollar ab, mit dem EUR/USD Kurs um 0,18% tiefer auf 1,1416, womit er aber immer noch ein gutes Stück Abstand von seinem 13-Monatstief vom Mittwoch von 1,1300 hält.
Der Dollar lag gegenüber dem Yen ein wenig höher, mit dem USD/JPY Kurs um 0,13% im Plus auf 110,64, nachdem er am Freitag 0,36% verloren hatte.
Am Mittwoch werden die Investoren das Protokoll der Federal Reserve Sitzung im August zu Gesicht bekommen. Damals hatte die Notenbank die Zinssätze unverändert gelassen und angedeutet, dass an ihrem Vorhaben von weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr festhalten will.
Die Investoren werden vor allem nach Justierungen am Inflationsausblick der Fed suchen, der Konjunktureinschätzung und Befürchtungen über die Handelspolitik.
Am Freitag wird Jerome Powell dann zum ersten Mal als Fed-Vorsitzender am alljährlichen Wirtschaftssymposium in Jackson Hole teilnehmen. Die Konferenz wird unter genauer Beobachtung stehen, da man sich Hinweise auf die Geldpolitik einiger der wichtigsten Zentralbanken der Welt erhofft.
