Investing.com - Der Dollar hat sich am Mittwoch nur knapp unter einem Viermonatshoch gegenüber den anderen Leitwährungen entlang bewegt, bevor eine Federal Reserve Sitzung zu Ende geht, die den Erwartungen nach zwei oder möglicherweise sogar drei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr andeuten soll.
Der US-Dollarindex, der die Stärke der US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, lag gegen 12:03 MEZ 0,09% tiefer auf 92,20, nachdem er am Dienstag mit 92,37 sein höchstes Kursniveau seit dem 9. Januar erreicht hatte.
Die Nachfrage nach dem Dollar blieb stark, nach den Zahlen vom Dienstag, die zwar eine Verlangsamung der US-Fabrikproduktion im April gezeigt hatten, aber auch dass sich Inflationsdruck aufbaut.
Ein weiterer Report aus dieser Woche hatte gezeigt, dass das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß im März auf den höchsten Stand in mehr als einem Jahr gestiegen ist, während Daten aus der vergangenen Woche für das erste Quartal das höchste Lohnwachstum in elf Jahren gezeigt hatten.
Eine Zunahme der Inflation könnte die Fed zum Anheben der Zinssätze bewegen.
Während damit gerechnet wird, dass die Fed die Zinsen am Ausgang ihrer Sitzung später am Mittwoch unverändert lassen wird, wird erwartet, dass die Notenbanker den nächsten Zinsschritt im Juni vorbereiten.
Die Märkte schauen ebenfalls auf den US-Beschäftigungsreport für April vom Freitag, der weitere Anzeichen von Stärke aus der größten Volkswirtschaft der Welt liefern könnte.
Der Dollar stand gegenüber dem Yen nahezu unverändert, mit dem USD/JPY Kurs zuletzt auf 109,82, womit er sich nahe seines Dreimonatshoch von 109,91 befindet, auf das er in der Nacht gestiegen war.
Der Euro hat seine Tageshöchststände wieder verlassen, mit dem EUR/USD Kurs zuletzt auf 1,2002, und liegt damit nicht mehr weit von seinem Tief am Dienstag von 1,1980 entfernt, das sein schwächster Kurs seit dem 11. Januar gewesen war.
Der Euro gab seine Gewinne wieder auf, nachdem es Daten gegeben hatte, denen nach sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im ersten Quartal verlangsamt hat, was den Erwartungen auf einen baldigen Rückbau des Stimulusprogramms durch die Europäische Zentralbank einen weitere Dämpfer verpasste.
Ein weiterer Report zeigte, dass die Konjunktur im produzierenden Gewerbe der Region sich im April abgekühlt, aber weiterhin solide bleibt.
Das Pfund bewegte sich von seinem Viermonatstief weg, mit dem GBP/USD Kurs um 0,31% höher auf 1,3654, nachdem ein Report von der Bauwirtschaft der Insel gezeigt hatte, dass diese im April so schnell wie in fünf Monaten nicht mehr gewachsen ist.
Der Report kam einen Tag nach einer ähnlichen Umfrage herein, der nach die Wirtschaftsleistung der britischen Fabrikproduktion im April so langsam gewachsen ist wie in 17 Monaten nicht mehr.
Die jüngste Schwäche der Wirtschaftsdaten hat dazu geführt, dass die Investoren ihre Erwartungen auf eine Zinserhöhung durch die Bank von England in der kommenden Woche nahezu aufgegeben haben.
