Dollar auf dem Rückzug - Risiko von US-Regierungsschließung nimmt ab

Dollar auf dem Rückzug - Risiko von US-Regierungsschließung nimmt ab

Feb 13, 2019

- Nach einer acht Tage währenden Gewinnsträhne hat sich der Dollar zu guter Letzt am Mittwoch im frühen Handel in Europa zurückgezogen, da die Käufe von Fluchtanlagen auf Anzeichen hin schwächer wurden, dass die US-Bundesadministration in diesem Jahr nicht noch einmal ihre Tätigkeit einstellen wird.

Donald Trump sagte am Dienstag, er sei nicht glücklich mit der unverbindlichen Einigung im Kongress, die kaum ein Viertel der Mittel vorsieht, die er für eine Mauer an der US-Südgrenze gefordert hatte, aber nur ein Teil der insgesamt 23 Mrd USD ist, die jetzt für die Grenzsicherheit zur Verfügung stehen.

Der Risikoappetit besserte sich auch, da Trump einen Wink mit dem Zaunpfahl gab, dass er ein am 1. März auslaufendes Moratorium für die Verhängung neuer Zölle gegen Importe aus China verlängern werde, sollten Amerikaner und Chinesen in der Zwischenzeit genügend Fortschritte bei der Lösung verschiedene Streitpunkte im Handel gemacht haben.

“Wenn wir nahe an einem Deal sind ... Ich könnte durchaus ein wenig Spielraum sehen,” sagte Trump. Der chinesische Yuan stieg in der Nacht auf den Kommentar.

Um 09:15 MEZ lag der US-Dollarindex, der den Kurs der amerikanischen Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, auf 96,82 und hat damit sein Hoch von 2019 von 97,18 wieder aufgegeben, auf das er in der Nacht gestiegen war.

Im weiteren Handel stiegen der Euro und das britische Pfund etwas, aber die Gewinne beim Euro wurden vom niederländischen Zentralbankchef Klaas Knot gekappt, der der Financial Times sagte, der gegenwärtige Konjunkturabschwung in der Eurozone “könnte einige Quartale anhalten”.

Knot ist einer der Falken in der Europäischen Zentralbank und seine Vorsicht illustriert, in welchem Umfang die EZB ihre Ambitionen zu einer Rückkehr auf normale Zinsniveaus aufgegeben hat, als die Konjunktur schwächer wurde.

Das Pfund legte auf 1,2898 USD zu, nachdem der Fernsehsender ITV (LON:ITV) von Kommentaren von Olly Robbins, dem Chefunterhändler von Premierministerin Theresa May, berichtet hatte, in denen dieser vorhersagte, dass May im März das Parlament vor die Wahl zwischen ihrem Ausstiegsvertrag mit der EU oder einer umfangreichen Verlängerung des Brexit-Prozesses stellen werde.

Ein solcher Ansatz würde das Risiko eines chaotischen Austritts ohne Übergangsvereinbarungen am 29. März vermindern und den Handel mit dem größten Handelspartner sicherzustellen.

Ebenfalls in der Nacht stieg der neuseeländische Dollar gegenüber dem USD um über 1,5%, nachdem die Notenbank des Landes gesagt hatte, sie werde den Leitzins für den Rest des Jahres wahrscheinlich unangetastet lassen und damit die Erwartungen auf Zinssenkungen unerfüllt ließ. Am Mittwoch wird der Fokus der Märkte auf die schwedische Riksbank übergehen, die im Dezember die Zinsen zum ersten Mal in sieben Jahren angehoben hatte, die aber ihren Ausblick nach der geldpolitischen Sitzung von heute zurücknehmen könnte.

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