Eine Kombination aus einem baldigen Teilhandelsabkommen zwischen den USA und China, einer dritten Fed-Zinssenkung am Mittwoch und recht soliden Quartalszahlen aus den USA hat den S&P 500 zum Wochenauftakt auf neue Rekordhochs getrieben.
Trotz dieser Stützungsfaktoren warnt ein Analyst bei der Schweizer Großbank UBS (SIX:UBSG) in einem Artikel auf MarketWatch vor zu großer Euphorie.
"Jeder Baisse der vergangenen 50 Jahre ist ein tatsächlicher Rückgang der S&P 500 Gewinnschätzungen vorausgegangen", sagte Lead-Stratege Francois Trahan, der in einer Kundennotiz ein düsteres Szenario für den US-Aktienmarkt skizzierte.
So sind die marktbasierten Erwartungen an die künftigen Gewinne der S&P 500 Unternehmen im Jahresvergleich von 23 auf 1 Prozent gesunken, erklärte der Experte.
"Letztendlich tritt das anfälligste makroökonomische Umfeld für Aktien ein, sobald das künftige Gewinnwachstum ins Negative dreht", erklärte Trahan.
Die Anleger sollten auch nicht auf die Fed als Rettungsanker setzen, die am Mittwoch über die Höhe ihres Leitzinsniveaus entscheidet, glaubt er. Aktien weisen derzeit eine positiv zu Zinsen auf. Das bedeute, dass die Wall Street den Zinsen nach unten folgen werde, so Trahan. So war das nach den letzten beiden Zinssenkungen im Juli und September auch.
Die Wall Street am Dienstag
Der Dow Jones ist kaum verändert in den Handel am Dienstag gestartet. Der US-Index, der 30 US-Werte umfasst, verlor 2 Punkte auf 27.088 Zähler. Für den S&P 500 ging es gerade einmal um 0,38 Punkte abwärts auf 3.039,18 Zähler. Damit klebt der markt breitere Index in der Nähe seines Rekordhochs, das er gestern mit 3.044,44 markiert hatte. Der Technologie-Index NASDAQ 100 wurde 16 Punkte tiefer gehandelt.
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