In dieser Woche werden die Investoren ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Federal Reserve Entscheidung am Mittwoch richten, bei der von den Fed-Mitgliedern weithin eine Zinssenkung erwartet wird, die die erste in mehr als zehn Jahren wäre, angesichts von Befürchtungen über eine Verlangsamung des Wachstums und verhaltener Inflation.
Der am Freitag erscheinende US-Beschäftigungsreport zum Juli dürfte ebenfalls genau studiert werden, um eine Bestätigung zu bekommen, ob eine Zinssenkung tatsächlich notwendig war, als die Investoren versuchen sich ein Bild von der Geldpolitik im Rest des Jahres zu machen.
Die Händler werden sich auch für die neuen Entwicklungen im internationalen Handel interessieren, als die USA und China ihre Verhandlungen wieder aufnehmen. Zentralbanksitzungen in Großbritannien und Japan dürften sich in der kommenden Woche ebenfalls auf die Stimmung an den Märkten durchschnlagen.
Der US-Dollar erreichte am Freitag ein Zweimonatshoch, als die besser als erwartet ausgefallenen US-Wachstumsdaten nicht an den Erwartungen auf eine bevorstehende Zinssenkung rütteln konnten, angesichts der Risiken durch Handelskonflikte und der sich abschwächenden internationalen Nachfrage.
Das US-BIP ist im zweiten Quartal mit einer Jahresrate von 2,1% gewachsen, was schwächer als die 3,1% im ersten Quartal war, aber die von Ökonomen vorhergesagten 1,8% übertraf.
“Sie werden dieses Thema weiter sehen, dass die USA gut wachsen, besser als die meisten G7-Volkswirtschaften, auf Linie der Dollarstärke, die wir auf dem Rücken dieser Entwicklung sehen,” sagte Erik Nelson, Devisenstratege bei Wells Fargo Securities in New York.
“Ich denke nicht, dass dies viel für die Fed in der nächsten Woche verändert. Wir rechnen weiterhin mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte auf der Zentralbanksitzung,” fügte er hinzu.
Im späten Handel in den USA stand der US-Dollarindex um 0,2% höher auf 97,72, nachdem er zuvor mit 97,83 sein höchstes Niveau seit Ende Mai erreicht hatte. Er gewann über die Woche 0,9% hinzu, nachdem es in der Vorwoche schon zu einem Anstieg um 0,4% gekommen war.
Die amerikanische Währung erhielt weiteren Auftrieb, nachdem Larry Kudlow, ein hochrangiger Berater im Weißen Haus, gesagt hatte, dass die USA nicht an den Devisenmärkten eingreifen werden, als Gegenmaßnahme gegen andere Länder, die ihre Währungen abwerten, um ihren Exportunternehmen unter die Arme zu greifen.
Bei den anderen Währungen stand der Euro um 0,16% tiefer auf 1,1125 USD und kam von einem Zweimonatstief von 1,1112 USD zurück, nachdem die Europäische Zentralbank am Donnerstag die Geldpolitik unangetastet gelassen hatte. Über die Woche verbilligte sich die Gemeinschaftswährung um 0,8%.
Nach der EZB-Sitzung deutete Präsident Mario Draghi an, dass seine Bank bereit sei, auf der nächsten Sitzung im September die Zinsen zu senken und auch weitere Optionen für eine Lockerung der Geldpolitik erwäge.
Das Pfund verlor 0,6% und sank auf 1,2377 USD, nachdem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dem neuen Premierminister Großbritanniens Boris Johnson klargemacht hatte, dass das unter seiner Amtsvorgängerin Theresa May ausgehandelte Abkommen der beste und einzige Deal sei.
Vor Beginn der kommenden Woche hat eine Liste wichtiger Ereignisse zusammengestellt, die die Märkte beeinflussen könnten.
Dienstag, der 30. Juli
Japan: Bank of Japan Zinsentscheidung
Deutschland: Vorläufige Inflation der Verbraucherpreise
USA: Kern-PCE-Preisindex
USA: Individualausgaben
USA: CB-Konsumklima
USA: In Schwebe befindliche Wohnungsverkäufe
Mittwoch, der 31. Juli
China: Einkaufsmanagerindizes zum verarbeitenden Gewerbe und dem Rest der Wirtschaft
Euroraum: vorläufiges BIP
Euroraum: vorläufige Schätzung der Verbraucherpreisinflation
USA: ADP)-Beschäftigungsdaten ohne Landwirtschaft
USA: Chicago Einkaufsmanagerindex
USA: Zinsentscheidung der Federal Reserve
Donnerstag, der 1. August
China: Caixin Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe
GB: Zinsentscheidung der Bank of England
USA: Erstanträge auf Arbeitslosengeld
USA: ISM-Einkaufsmanagerindex zum verarbeitenden Gewerbe
Freitag, der 2. August
USA: Außenhandelsbilanz
USA: Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft
-- Dieser Report entstand unter Mitwirkung von Reuters.
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