Von Peter Nurse
Der Dollar befand sich mit dem frühen europäischen Handel in der Defensive. Die Händler wandten sich angesichts des Optimismus in Bezug auf einen möglichen Covid-19-Impfstoff sowie solider Wirtschaftsdaten vermeintlich riskanteren Währungen zu.
Um 9:05 Uhr fiel der Dollar-Index, der den Dollar gegenüber einem Korb von sechs anderen Währungen abbildet, um 0,2% auf 97,013.
Der EUR/USD stieg um 0,2% auf 1,1272, der GBP/USD stieg um 0,2% auf 1,2493, während der USD/JPY bei 107,50 weitgehend unverändert blieb.
Am späten Mittwoch gab es Meldungen, wonach ein potenzieller Covid-19-Impfstoff, der von Pfizer (NYSE:{PFE) und Biontech (NASDAQ:BNTX) entwickelt worden war, in einem frühen Stadium vielversprechende Ergebnisse erzielt hat. Damit einher ging der Optimismus, dass das Virus das weltweit über 10 Millionen Menschen infiziert und über 500.000 Menschen getötet hat, bekämpft werden kann.
Dies folgte auf Wirtschaftsdaten, die darauf hingedeutet hatten, dass eine weltweite Erholung in Gang zu kommen beginnt: Die US-Produktionstätigkeit erholte sich im Juni stärker als erwartet. Der ISM-Index erreichte den höchsten Stand seit 14 Monaten.
Die Aufmerksamkeit wird sich nun auf den offiziellen US-Beschäftigungsbericht verlagern, der um 14:30 Uhr veröffentlicht wird.
Es ist jedoch fraglich, ob die US-Wirtschaft ihre Erholung aufrechterhalten kann, da die Coronavirus-Infektionen in vielen Bundesstaaten - Arizona, Kalifornien, North Carolina, Tennessee und Texas - am Mittwoch rekordhohe Neuinfektionen verzeichneten.
James Bullard, Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, warnte eindringlich vor den finanziellen Auswirkungen, wenn der Ausbruch des Coronavirus nicht eingedämmt wird.
"Ohne ein differenzierteres Risikomanagement seitens der Gesundheitspolitik könnten wir eine Welle von substanziellen Konkursen bekommen und das könnte zu einer Finanzkrise führen", sagte Bullard am Mittwoch in einem Interview mit der Financial Times.
"Wenn wir weitere Anstiege bei den Coronavirus-Fällen sehen, würde ich erwarten, dass sowohl der Dollar als auch der Yen gegenüber anderen Währungen stärker werden", sagte Tohru Sasaki, Head of Japan Market Research bei J.P. Morgan, wie Reuters berichtete.
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