Devisen: US-Dollar fällt - Risikofreude hält an

Devisen: US-Dollar fällt - Risikofreude hält an

Jun 03, 2020

Von Peter Nurse

Der US-Dollar stand zu Beginn des europäischen Handels am Mittwoch unter Druck. Die hohe Risikobereitschaft belastete weiterhin die Nachfrage nach der Weltreservewährung.

Um 9:05 Uhr stand der U.S. Dollar Index, der den Dollar im Vergleich zu einem Korb von sechs anderen Währungen abbildet, bei 97,362 und damit 0,3% im Minus. Es ist der tiefste Stand seit Mitte März. Der USD/JPY war mit 108,67 weitgehend unverändert.

Der EUR/USD handelte 0,5% höher bei 1,1220 und damit zum ersten Mal seit Mitte März über 1,12. Begünstigt werden die Gewinne durch die Hoffnung, dass die politischen Entscheidungsträger die Wirtschaftserholung der Eurozone weiterhin unterstützen werden, obwohl sich die deutsche Regierung am Dienstag nicht auf ein zweites großes Konjunkturpaket einigen konnte. Die schwächsten Volkswirtschaften der Region haben immer noch Mühe, sich von den Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs zu erholen, obwohl sich die allmähliche Wiedereröffnung der europäischen Wirtschaft fortsetzt. Italien hob am Mittwoch seine Quarantänebestimmungen für Touristen auf.

Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihr Pandemie-Notkaufprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro (840 Milliarden Dollar) aufstocken wird - wahrscheinlich um rund 500 Milliarden Euro.

Das Pfund Sterling legte gegenüber dem US-Dollar zu. Das Devisenpaar kletterte um 0,5% auf 1,2606.

Nichtsdestotrotz scheinen Großbritannien und die EU noch weit von einem Brexit-Handelsabkommen entfernt zu sein, wenn die Brexit-Übergangsperiode am Ende des Jahres ausläuft. Beide Seiten haben diese Woche ihre letzten geplanten Gespräche zu diesem Thema aufgenommen und es bestehen weiterhin Zweifel daran, dass tatsächliche Fortschritte erzielt werden können.

Der australische Dollar legte an Wert zu und kletterte gegenüber dem Dollar um 0,6% auf 0,6938. Der Aussie erreichte damit den höchsten Stand seit fünf Monaten und das, obwohl das BIP im ersten Quartal 2020 um 0,3% zurückging.

Hinweis: Hier geht es zur Seite mit den Wechselkursen, hier zum Währungsrechner und hier zu den Devisen-Optionen. Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse des Tages finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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