Von Peter Nurse
Zu Beginn des europäischen Handels stieg der Dollar am Freitag leicht an. Investoren flüchteten in den sicheren Hafen aus Angst vor einer zweiten Corona-Welle.
Um 8:55 Uhr lag der Dollar-Index, der den Dollar gegenüber einem Korb von sechs anderen Währungen abbildet, geringfügig höher bei 96,743. Der USD/JPY handelte um 0,3% im Plus bei 107,12, während der EUR/USD um 0,1% auf 1,1307 zulegte.
Die Ängste vor einer zweiten Corona-Welle haben zugenommen. In den USA wurden bis zum 12. Juni insgesamt 2 Millionen Covid-19-Fälle registriert. Gleichzeitig steigt die Zahl der Neuinfektionen in den bevölkerungsreichsten Bundesstaaten zwei Wochen nach dem Memorial Day wieder deutlicher an.
"Die drei bevölkerungsreichsten Bundesstaaten, Kalifornien, Texas und Florida, haben alle mit hohen Neuinfektionen zu kämpfen. In Texas und Florida gab es in letzter Zeit sogar einen erneuten Anstieg", so die Analysten der Danske Bank (CSE:DANSKE) in einer Kundenmitteilung. "Das macht den Märkten Angst, weil der Weg zurück zur Normalität steiniger ist als erwartet".
Allerdings "liegt die Latte für einen erneuten Lockdown sehr hoch. Vor allem in den USA, wo es starken Widerstand dagegen gibt", fügte die Danske Bank hinzu.
Belastend wirkten sich zudem die düsteren Konjunkturaussichten in den USA auf die Marktstimmung aus, die die Federal Reserve am Mittwoch in ihren Wirtschaftsprojektionen gezeichnet hatte.
Das Pfund Sterling hat sich auf breiter Front abgeschwächt. Grund dafür waren neue Wachstumszahlen. Die britische Wirtschaft schrumpfte im April um 20,4% im Monatsvergleich.
"Gleichzeitig sieht die Nachrichtenlage rund um den Brexit nicht sonderlich ermutigend aus", sagte die Danske Bank. "Großbritannien und die EU sind immer noch meilenweit von einer Lösung entfernt".
Der GBP/USD fiel um 0,1% auf 1,2583 und der EUR/GBP stieg um 0,3% auf 0,8986.
Hinweis: Hier geht es zur Seite mit den Wechselkursen, hier zum Währungsrechner und hier zu den Devisen-Optionen. Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse des Tages finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.
